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Solid State Powerbank und Graphene-Powerbank 2026: Marketing-Begriff oder echte Technik?

Solid State Powerbank und Graphene-Powerbank 2026: Marketing-Begriff oder echte Technik?

Stand: 27.08.2026

Auf Produktseiten taucht seit dem Frühjahr immer häufiger der Begriff Solid State Powerbank auf. Das klingt nach genau der Akku-Technik, die Autohersteller seit Jahren für ihre nächste Fahrzeuggeneration ankündigen. Es ist aber fast nie dieselbe Sache. Und der Unterschied entscheidet darüber, ob du ein neues Zellkonzept kaufst oder einen Aufkleber.

Das ist der ganze Artikel in vier Sätzen. Der Rest erklärt, woher die Begriffe kommen, warum sich das Muster gerade wiederholt und welche drei Zahlen du stattdessen prüfen solltest.

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Solid State, Semi-Solid-State, Lithium-Ionen: was die Begriffe wirklich bedeuten

Jede Lithium-Zelle braucht einen Elektrolyten. Der transportiert die Ionen zwischen Anode und Kathode. In einer klassischen Li-Ion- oder LiPo-Zelle ist dieser Elektrolyt flüssig und brennbar, und genau daran hängt das gesamte Sicherheitsthema.

Die drei Begriffe unterscheiden sich nur in diesem einen Punkt. Der Unterschied ist auf Wikipedia sauber zusammengefasst: Eine Semi-Solid-State-Zelle behält einen kleinen Flüssiganteil, eine echte Solid-State-Zelle verzichtet vollständig darauf. Auf Deutsch heißt das schlicht Festkörper-Technologie: Bei einer echten Festkörper-Zelle liegt der Elektrolyt komplett fest vor, nicht flüssig.

Bauart Elektrolyt Verfügbarkeit in Powerbanks (Stand: 27.08.2026)
Klassisch Li-Ion / LiPo vollständig flüssig Standard, praktisch jedes Modell im Handel
Semi-Solid-State gel- oder schlammartig, Restflüssigkeit vorhanden einzelne Modelle, meist als „Solid State“ beworben
All-Solid-State (ASSB) vollständig fest kein Consumer-Produkt im Handel gefunden

Die dritte Zeile ist der Kern der Sache. Wenn ein Hersteller „Solid State“ auf die Verpackung schreibt und im Kleingedruckten Semi-Solid-State meint, ist das nicht gelogen, aber es ist auch nicht dasselbe. Ein Vergleich mit einem Elektroauto-Akku, der 2028 kommen soll, geht damit schief. Genau dieses Kleingedruckte macht aus jeder Solid State Powerbank im Handel eine Wundertüte: Der Name verspricht mehr, als die Zellchemie tatsächlich hält.

Warum die Semi-Variante trotzdem interessant ist: Weniger Flüssigkeit heißt weniger brennbares Material in der Zelle und mehr Energie pro Kilogramm. Branchenangaben zu Semi-Solid-State-Zellen nennen 260 bis 400 Wh/kg, also 40 bis 80 Prozent über klassischem Lithium-Polymer. Das ist eine Hersteller- und Branchenangabe, keine unabhängige Labormessung, und eine solche Messung ist zu diesen Zellen bislang nirgends öffentlich.

Praktisch bedeutet die Angabe: Eine Powerbank mit 20.000 mAh Nennkapazität könnte irgendwann im Gehäuse eines heutigen 10.000-mAh-Geräts stecken. Nicht mehr Kapazität also, sondern dieselbe Kapazität in dünner. Das ist ein Komfortgewinn, kein Technologiesprung.

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Warum echte Solid-State-Zellen 2026 noch nicht in deiner Powerbank sitzen

Der beste Maßstab für den Reifegrad einer Batterietechnik ist nicht die Consumer-Elektronik, sondern die Automobilindustrie. Dort hängen Milliarden an Fabrikinvestitionen daran, und dort werden Zeitpläne öffentlich kommuniziert.

Toyota und QuantumScape planen laut Branchenberichterstattung echte All-Solid-State-Zellen für Serienfahrzeuge frühestens ab 2027 bis 2028, zunächst nur im Premiumsegment. Massenmarkttaugliche Fahrzeuge damit gelten als Thema für die Zeit nach 2030.

Zeitpläne in der Batterieindustrie verschieben sich historisch häufig. Nimm das also als Zielkorridor, nicht als Termin.

Trotzdem ist die Aussage belastbar genug für eine einfache Schlussfolgerung: Wenn ein Autokonzern mit eigener Zellfertigung 2026 noch keine fertige All-Solid-State-Zelle in Serie hat, sitzt sie auch nicht in einer 40-Euro-Powerbank aus dem Onlinehandel. Wer 2026 eine Solid State Powerbank sieht und dort „Solid State Akku“ liest, liest im Kleingedruckten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Semi-Solid-State.

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Graphene-Powerbank: was aus dem Hype von 2019 geworden ist

Diese Geschichte gab es schon einmal, nur mit einem anderen Wort.

Ab 2019 rollte eine Welle von Graphen-Powerbanks durch Crowdfunding-Plattformen und Tech-Blogs. ElecJet etwa warb für seine Apollo-Serie mit einer Vollladung in 19 Minuten dank Graphen-Technologie, berichtet Notebookcheck am 27.10.2019. Technisch handelte es sich dabei um Graphen als Schicht an der positiven Elektrode. Also ein Additiv in einer konventionellen Zelle, keine neue Akku-Gattung.

Genau das ist der Punkt, den die Branchenanalyse von Xnergy so formuliert: Graphen sei eine Ergänzung bestehender Zellchemien, keine neue Chemie, die selbst Energie speichere. Xnergy ist ein Unternehmen aus der Energiespeicherbranche, keine neutrale Forschungseinrichtung. Die Formulierung deckt sich aber mit dem, was in den Produkten tatsächlich verbaut wurde.

Und die Ernüchterung kam nicht erst aus dem Marketing. Schon 2015 sagte Jari Kinaret, Direktor der EU-Initiative Graphene Flagship, gegenüber IEEE Spectrum, Graphen habe den Gipfel der überzogenen Erwartungen wahrscheinlich bereits überschritten. Das war elf Jahre vor diesem Artikel, und ein massenmarktfähiger reiner Graphen-Akku existiert bis heute nicht.

Wie fragil einzelne Versprechen dieser Ära waren, lässt sich in einer ausführlichen Diskussion im EEVblog-Forum nachlesen. Elektronik-Enthusiasten zerlegten dort eine Graphen-Powerbank-Kampagne Stück für Stück: verdächtig dünne Verkabelung in den Demo-Videos, ein stiller Wechsel des Zellformats von 18650 auf 21700 ohne technische Begründung, und die Werbung mit einer Zellbezeichnung, die der genannte Zulieferer gar nicht im Katalog führte. Später meldeten Unterstützer ausgefallene Geräte.

Ein Datenpunkt fehlt hier bewusst. Es wäre schön, das abklingende Interesse mit einer konkreten Suchtrend-Zahl zu belegen, etwa dem Peak-Jahr der Anfragen nach „graphene battery“. Eine belastbare Primärquelle dafür gibt es nicht, und geschätzt wird hier nichts.

Was sich stattdessen sagen lässt: Die Berichterstattung zu Graphen-Powerbanks stammt heute überwiegend aus den Jahren 2020 bis 2023. Danach ist das Thema weitgehend verstummt, ohne dass ein Produkt die Versprechen eingelöst hätte.

Das Muster, das du wiedererkennen solltest

Fair bleiben ist hier wichtig. Semi-Solid-State ist nicht dasselbe wie die Graphen-Welle: Es gibt reale Produkte etablierter Marken im normalen Einzelhandel, keine Crowdfunding-Vaporware. Trotzdem lohnt der Blick auf die Warnsignale, die sich damals bewährt haben.

  • Ein Materialname wird wie eine Produktkategorie verwendet, obwohl er nur eine Zutat beschreibt

  • Ladezeiten und Kapazitäten werden in Prozentsprüngen beworben, ohne dass eine Messmethode genannt wird

  • Ein bekannter Zulieferer wird erwähnt, aber nie mit einer nachprüfbaren Zellbezeichnung

  • Und der Klassiker: Der Begriff steht groß auf der Verpackung, die Zellchemie steht nirgends

Die vierte Zeile trifft 2026 auf viele „Solid State“-Angebote zu. Das macht sie nicht automatisch schlecht. Es macht sie nur schwer prüfbar.

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Was 2026 tatsächlich im Handel ist

Zwei Produktfamilien tauchen in der Fachberichterstattung dieses Jahres immer wieder auf, und bei beiden lohnt der genaue Blick auf die Formulierung.

Zens verkauft Qi2-2.2-taugliche MagSafe-Powerbanks mit 5.000 mAh in 8 mm Bauhöhe und mit 10.000 mAh in 14 mm, auf Basis einer hybriden Semi-Solid-State-Zelle. Ben Lovejoy hat das Gerät für 9to5Mac am 08.05.2026 eingeordnet und nennt den Fortschritt „modest but worthwhile“, also bescheiden, aber lohnend. Spürbar dünner und leichter bei vergleichbarer Kapazität, kein Sprung bei Kapazität oder Ladezeit. Die dort genannten Preise sind US-Dollar-Preise (59,99 und 79,99 US-Dollar, Stand 08.05.2026), ein deutscher Listenpreis wird nicht genannt.

BMX hat auf der CES 2026 die SolidSafe-Serie vorgestellt, von 5.000 mAh bei 6,8 mm bis 25.000 mAh mit 140 W. Android Authority berichtete am 05.06.2026 darüber: Laut Hersteller enthalten die Zellen nur noch rund 2,5 Prozent Flüssigelektrolyt.

Diese 2,5 Prozent sind eine Herstellerangabe. In keiner der verfügbaren Quellen wird ein unabhängiger Labortest zitiert, der die Zahl oder die daraus abgeleitete Brandsicherheit bestätigt. Das ist kein Vorwurf an BMX, sondern eine Beschreibung der Quellenlage.

Was in beiden Fällen auffällt: Der reale Nutzen wird als Bauform beschrieben, nicht als Leistung. Dünner, leichter, sicherer. Nirgends steht „doppelte Kapazität“ oder „halbe Ladezeit“. Das ist ein gutes Zeichen für die Seriosität der Ankündigungen und zugleich ein schlechtes für alle, die auf den großen Sprung gewartet haben.

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Sicherheit, Thermal Runaway und die ICAO-Regeln seit dem 27. März 2026

Warum das Thema gerade jetzt so präsent ist, hat weniger mit Chemie zu tun als mit Luftfahrt.

Beim thermischen Durchgehen, dem Thermal Runaway, heizt sich eine Lithium-Zelle unkontrolliert selbst auf und kann benachbarte Zellen mitreißen. Die Reaktion setzt eigenen Sauerstoff frei und lässt sich deshalb kaum ersticken. Genau dieses Risiko steht hinter den neuen Regeln: Die Chronik der Vorfälle seit 2025 zeigt, wie ein einzelner Gepäckfachbrand zur globalen ICAO-Vorschrift führte.

Seit dem 27. März 2026 gelten laut der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) neue Bestimmungen: maximal zwei Lithium-Powerbanks pro Passagier im Handgepäck und kein Aufladen der Powerbank während des Flugs. Was genau die ICAO vorschreibt und was einzelne Airlines darüber hinaus verlangen, steht in unserer Aufschlüsselung dazu, was die ICAO seit dem 27. März 2026 wirklich vorschreibt, und in der Airline-Tabelle mit Prüfdatum. Ab 01.01.2027 ändert sich außerdem die Behandlung großer Modelle, weil die 160-Wh-Ausnahme entfällt.

Ein zweiter regulatorischer Treiber kommt aus China. Ein Sicherheitsstandard mit der Bezeichnung GB38031-2025, wirksam ab Juni 2026, verlangt von Zellen das Bestehen eines Nagel-Penetrationstests ohne Feuer oder Explosion. Das ist eine Sekundärangabe aus der Branchenberichterstattung; das Originaldokument des Standards lag für diesen Artikel nicht vor.

Und jetzt der Teil, den die Produktseiten gern überspringen: Weniger Flüssigelektrolyt reduziert die Menge an brennbarem Material in der Zelle. Das ist physikalisch plausibel. Ein unabhängiger Test, der eine Semi-Solid-State-Powerbank gegen ein klassisches Modell unter denselben Bedingungen misst, ist öffentlich nicht auffindbar.

Für den Flug ändert das ohnehin nichts. Die ICAO-Regeln unterscheiden nach Wattstunden und Stückzahl, nicht nach Elektrolyt. Eine Semi-Solid-State-Powerbank mit 74 Wh wird am Gate genauso behandelt wie eine klassische mit 74 Wh.

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Worauf du stattdessen achten solltest

Drei Angaben entscheiden im Alltag über eine Powerbank, und keine davon steht in einem Buzzword.

Erstens die Wattstunden. Die Zahl auf dem Gehäuse ist die einzige, die für Flugreisen zählt, und sie steht bei fast jedem Modell aufgedruckt. Fehlt sie, gilt Wh = (V × mAh) ÷ 1000, mit 3,7 V als Zellspannung und nicht den 5 V am USB-Port. Diesen Fehler machen die meisten Rechnungen im Netz, und er legt das Ergebnis um rund ein Drittel daneben. Die vollständige Herleitung steht in unserer Anleitung dazu, wie du mAh in Wh umrechnest.

Zweitens die Ladeleistung in Watt, und zwar in beide Richtungen. 45 W Ausgangsleistung entscheiden darüber, ob ein Notebook geladen wird oder nur langsamer entladen. Die Eingangsleistung bestimmt, wie lange die Powerbank selbst am Netz hängt.

Drittens die Zyklenfestigkeit. Und hier wird es unbefriedigend: Die kursierenden Angaben von 300 bis 500 Ladezyklen stammen fast durchweg aus Hersteller- und Händlerblogs, ohne genannte Norm und ohne Definition, was „Lebensende“ überhaupt heißen soll. Belastbar ist dazu nichts, deshalb steht hier keine Zahl. Was Anker, UGREEN und Co. konkret angeben und wie du die Zahlen einordnest, steht in unserer Analyse zur Powerbank-Lebensdauer. Prüfe stattdessen die Garantiedauer, die ist wenigstens einklagbar.

Was in dieser Liste fehlt, ist Absicht. Zellchemie gehört nicht dazu, solange kein unabhängiger Test einen Unterschied im Alltag belegt. Das gilt für eine Solid State Powerbank genauso wie für ein klassisches Lithium-Ionen-Modell.

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Vier Modelle mit 20.000 mAh, bei denen die Wh-Zahl auf der Produktseite steht

Was folgt, ist keine Empfehlung gegen Semi-Solid-State. Es ist die Gegenprobe: vier gängige Modelle ohne jedes Chemie-Buzzword, bei denen die Angaben nachprüfbar sind. Alle vier nennen 20.000 mAh Nennkapazität und 74 Wh als Energieangabe, jeweils Herstellerangabe auf der Produktseite. Preise, Bewertungen und Rezensionszahlen sind Amazon.de-Werte mit Stand 27.08.2026 und ändern sich täglich.

Modell Nennkapazität Energie Ausgangsleistung Luftfahrt-Verdikt
Anker Zolo 20.000 mAh 74 Wh (Herstellerangabe) 45 W unter 100 Wh, ohne Genehmigung zulässig
UGREEN Nexode 20.000 mAh 74 Wh (Herstellerangabe) 45 W unter 100 Wh, ohne Genehmigung zulässig
Baseus QPow3 20.000 mAh 74 Wh (Herstellerangabe) 45 W unter 100 Wh, ohne Genehmigung zulässig
INIU 20.000 mAh 74 Wh (Herstellerangabe) 45 W unter 100 Wh, ohne Genehmigung zulässig

Welches Modell in welchem Test wie abgeschnitten hat, steht nicht hier, sondern in der Übersicht dazu, was Stiftung Warentest, heise und der ADAC gemessen haben.

Anker Zolo 20.000 mAh mit zwei integrierten USB-C-Kabeln

Zwei fest verbaute Kabel statt einem, was den typischen Reisefall abdeckt: Handy und Kopfhörer gleichzeitig, ohne Beutel voller Kabel. Auf Amazon.de kostet das Modell 29,99 Euro bei 4,7 von 5 Sternen aus 1.750 Bewertungen (Stand: 27.08.2026).

Anker Zolo Powerbank 20.000 mAh, 45 W Max

UGREEN Nexode 20.000 mAh, das Preis-Argument

Der günstigste der vier und der mit der breitesten Bewertungsbasis: 25,98 Euro, 4,6 von 5 Sternen aus 4.064 Bewertungen (Amazon.de, Stand: 27.08.2026). Ein integriertes USB-C-Kabel, dieselben 45 W, dieselben 74 Wh.

Wer diese Zahlen mit einer 5.000-mAh-Semi-Solid-State-Powerbank für rund 60 US-Dollar vergleicht, sieht das eigentliche Argument gegen die neue Technik: Sie kostet aktuell ein Vielfaches pro Wattstunde.

UGREEN Nexode Power Bank 20000mAh 45W mit integriertem USB-C Kabel

Baseus QPow3 20.000 mAh, zwei Kabel und ein Display

Mit 35,99 Euro der teuerste der vier, bei 4,6 von 5 Sternen aus 1.173 Bewertungen (Amazon.de, Stand: 27.08.2026). Ebenfalls zwei integrierte USB-C-Kabel und 45 W. Interessant ist Baseus hier auch aus einem anderen Grund: Die Marke hat im März 2026 einen eigenen Blogbeitrag zu Graphene-Powerbanks veröffentlicht und bewirbt dieses Modell trotzdem ganz nüchtern über Kabel, Watt und Kapazität.

Baseus QPow3 Powerbank 45W 20000mAh mit 2 integriertem USB-C Kabel, Power Bank PD3.0 QC4.0, 3 USB C und 1 USB A, LED Display Schnellladefunktion für iPhone 17/16/15 Pro Max, iPad, Galaxy, Schwarz

INIU 20.000 mAh, das kompakte Modell

27,20 Euro, 4,6 von 5 Sternen aus 5.164 Bewertungen (Amazon.de, Stand: 27.08.2026), integriertes USB-C-Kabel und 45 W. Die meisten Rezensionen der vier, was für sich genommen nichts über die Qualität sagt, aber viel über die Verbreitung.

INIU 45W Power Bank, Ultra Klein 20000mAh

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Fazit: kaufen, wenn die Bauform zählt, nicht wenn das Label lockt

Eine Solid State Powerbank ist 2026 fast immer eine Semi-Solid-State Powerbank: echt, aber deutlich kleiner, als der Name suggeriert, und spürbar teurer pro Wattstunde. Wenn dir 8 mm Bauhöhe wirklich wichtig sind, etwa weil die Powerbank magnetisch am Telefon hängen soll, ist das ein nachvollziehbarer Aufpreis. Wenn du Kapazität für die Reise brauchst, ist es das nicht.

Und die Graphen-Frage lässt sich 2026 kurz beantworten: Wenn ein Produkt mit Graphen wirbt und keine prüfbare Zellbezeichnung nennt, kaufst du ein Wort.

Was du prüfen kannst, sind die Wattstunden, die Watt und die Garantie. Was in der Zelle steckt, wird dir für den Moment niemand unabhängig bestätigen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Solid-State-Powerbank überhaupt?

Eine Powerbank, deren Zelle statt eines flüssigen einen festen Elektrolyten nutzt. In der Praxis wird der Begriff 2026 aber fast immer für Semi-Solid-State-Zellen verwendet, bei denen der Flüssiganteil nur stark reduziert ist. Der Unterschied ist nicht kosmetisch: Eine echte All-Solid-State-Zelle enthält gar keine Flüssigkeit mehr.

Gibt es 2026 schon echte Solid-State-Powerbanks zu kaufen?

Nein. Bis heute hat kein Hersteller eine Powerbank mit echter All-Solid-State-Zelle im Handel. Selbst die Automobilindustrie, die mit Milliarden an Fabrikinvestitionen den saubersten Zeitplan hat, nennt frühestens 2027 bis 2028 (Toyota, QuantumScape) und nur im Premiumsegment. Consumer-Elektronik kommt danach.

Steckt in einer Graphene-Powerbank wirklich Graphen?

Meistens ja, aber nicht als Speichermedium. Graphen wird als leitfähiges Additiv in eine konventionelle Lithium-Zelle eingebracht und kann Innenwiderstand und Wärmeabfuhr verbessern. Eine eigenständige Graphen-Batterie ist bis heute kein Massenmarktprodukt. Wer „Graphene-Powerbank“ liest, kauft technisch eine ganz normale Lithium-Zelle mit einem Zusatzstoff an der Elektrode, keinen neuen Akkutyp.

Ist eine Semi-Solid-State-Powerbank im Flugzeug sicherer?

Nicht nachgewiesen, nur plausibel. Weniger Flüssigelektrolyt bedeutet weniger brennbares Material, doch das hat bisher niemand unabhängig gegen eine klassische Zelle gemessen. Für die Mitnahme spielt es ohnehin keine Rolle: Die ICAO-Regeln zählen Wattstunden und Stückzahl, keine Zellchemie.

Lohnt sich der Aufpreis für Solid State oder Graphene?

Nur, wenn du die Bauform brauchst. Der belegbare Vorteil der aktuellen Semi-Solid-State-Modelle ist dünner und leichter bei gleicher Kapazität, nicht mehr Kapazität oder kürzere Ladezeit. Pro Wattstunde zahlst du dafür deutlich mehr als bei einem klassischen 20.000-mAh-Modell mit 74 Wh.

Quellen

  1. auf Wikipedia sauber zusammengefasst en.wikipedia.org
  2. Branchenberichterstattung eepower.com
  3. einer Vollladung in 19 Minuten dank Graphen-Technologie notebookcheck.net
  4. Xnergy xnergy.us
  5. IEEE Spectrum spectrum.ieee.org
  6. ausführlichen Diskussion im EEVblog-Forum eevblog.com
  7. 9to5Mac am 08.05.2026 eingeordnet 9to5mac.com
  8. Android Authority berichtete am 05.06.2026 darüber androidauthority.com
  9. Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) icao.int

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