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Anker Solix C1000 Gen 2 Test-Überblick: Was unabhängige Messungen zur Weltrekord-Ladezeit zeigen

Anker Solix C1000 Gen 2 Test-Überblick: Was unabhängige Messungen zur Weltrekord-Ladezeit zeigen

Stand: 03.09.2026

Wer nach einem Anker Solix C1000 Gen 2 Test sucht, stolpert fast immer über dieselbe Zahl: 49 Minuten von 0 auf 100 %. Die kommt von Anker. Kurz daneben steht eine zweite Zahl, 43 Minuten und 48 Sekunden, und die kommt von Guinness World Records. Sie ist schneller. Zwei Quellen, zwei Zahlen, zwei ziemlich unterschiedliche Bedingungen.

Genau dort fängt dieser Text an. Und hört auch dort auf, wo die Belege aufhören.

Eine Vorbemerkung, die hierher gehört: Ampcarry hat dieses Gerät nicht gekauft, nicht geöffnet und nicht gemessen. Jede Ladezeit, jeder Wirkungsgrad und jede Dezibel-Zahl weiter unten trägt den Namen der Stelle, die sie veröffentlicht hat, plus Datum. Das ist der ganze Punkt dieser Seite: Es gibt genug Messungen zu diesem Gerät. Es gibt nur keine Seite, die sie nebeneinanderlegt.

1

Was Anker selbst behauptet

Auf der offiziellen Produktseite bewirbt Anker Solix die C1000 Gen 2 mit der „schnellsten Ladeleistung unter den 1-kWh-Powerstations, durch Drittzertifizierung bestätigt“ (abgerufen am 03.09.2026). Die dazugehörige Zahl ist die zentrale Behauptung, um die es in jedem Anker Solix C1000 Gen 2 Test geht: voll in 49 Minuten, über einen AC-Eingang von 1.600 W.

Bemerkenswert ist die Formulierung. Anker sagt nicht „wir haben gemessen“, sondern verweist auf eine Zertifizierung durch Dritte. Das ist mehr, als die meisten Herstellerclaims in dieser Kategorie mitbringen.

Zwei Bedingungen hängen an den 49 Minuten, und die stehen selten im Fließtext der Blogs, die die Zahl weiterreichen:

  • Der UltraFast-Modus (Anker vermarktet ihn auch als HyperFlash) muss aktiv sein. Ab Werk ist er das nicht, du schaltest ihn in der Anker-App frei.

  • Die 1.600 W müssen an der Steckdose tatsächlich verfügbar sein.

Schon bei der Ankündigung hat Notebookcheck die 49 Minuten berichtet, damals noch als Herstellerangabe zum 1.024-Wh-Akku, nicht als eigene Messung. Auch das ist eine Unterscheidung, die im Netz laufend verrutscht.

2

43:48 gegen 49 Minuten: zwei Zahlen, zwei Bedingungen

Laut Guinness World Records erreichte die Powerstation die volle Kapazität nach 43 Minuten und 48 Sekunden. Verifiziert wurde das am 14.08.2025, in der Kategorie „schnellste ladende tragbare Powerstation (1 kWh)“, veröffentlicht hat Guinness die Meldung im November 2025.

Das ist die stärkste Quelle, die es zu dieser Frage gibt. Guinness World Records ist eine externe Prüfstelle, kein Marketingkanal von Anker.

Und trotzdem: 43:48 ist nicht 49 Minuten.

Kurzantwort: Die 43:48 stammen aus einem Rekordversuch unter dessen eigenen kontrollierten Bedingungen. Die 49 Minuten sind Ankers Alltagsangabe für den UltraFast-Modus. Keine der beiden Quellen behauptet, dass beide Läufe identisch aufgebaut waren. Wer die Zahlen gleichsetzt, erfindet eine Aussage, die niemand gemacht hat.

Warum schreibe ich das so ausführlich? Weil praktisch jede deutsche Seite zu diesem Gerät genau eine der beiden Zahlen nimmt und die andere weglässt. Dann liest du „Weltrekord: 49 Minuten“, was so nie verifiziert wurde, oder „lädt in 43 Minuten“, was so nie beworben wurde. Beides ist nah dran und beides ist falsch zitiert.

Die Plausibilitätsrechnung, die keiner macht

Rechne einmal mit, es dauert dreißig Sekunden.

Notebookcheck hat gemessen, wie viel Energie überhaupt in das Gerät hineinfließt, bis es voll ist: rund 1.110 Wh (Praxistest vom 20.12.2025, dazu gleich mehr). Bei 1.600 W Eingangsleistung wären das 1.110 Wh ÷ 1.600 W ≈ 0,69 Stunden, also rund 42 Minuten. Das ist eine eigene Rechnung auf Basis der von Notebookcheck genannten Zahl, keine Messung.

Und jetzt wird es interessant. 42 Minuten wären die physikalische Untergrenze, wenn die volle Leistung von der ersten bis zur letzten Sekunde anliegen würde. Guinness' 43:48 liegt knapp darüber. Ankers 49 Minuten liegen deutlicher darüber, was zu einem Ladevorgang passt, der zum Ende hin abregelt, wie er es bei Lithium-Zellen immer tut.

Die beiden Zahlen widersprechen sich also nicht. Sie liegen dort, wo man sie erwarten würde. Das ist kein Beweis, aber es ist ein Plausibilitätscheck, der bei einem erfundenen Rekord ziemlich sicher scheitern würde.

3

Was unabhängige Tests tatsächlich gemessen haben

Die belastbarste deutschsprachige Einzelmessung zu diesem Anker Solix C1000 Gen 2 Test stammt von Notebookcheck. Marcus Schwarten hat die Station im Praxis-Test vom 20.12.2025 am eigenen Messgerät gehabt.

Größe Wert Wer das sagt Wann
Volle Ladung, Herstellerangabe 49 Minuten Anker Solix, offizielle Produktseite abgerufen 03.09.2026
Rekord-Ladezeit, verifiziert 43:48 Minuten Guinness World Records Rekord 14.08.2025, veröffentlicht 11/2025
AC-Ladeleistung 1.600 W Anker Solix, Herstellerangabe abgerufen 03.09.2026
Nennkapazität 1.024 Wh Anker Solix, von Notebookcheck bestätigt 20.12.2025
Energie hinein bis voll rund 1.110 Wh Notebookcheck, eigene Messung 20.12.2025
Entnommen bei 250 W Dauerlast rund 850 Wh Notebookcheck, eigene Messung 20.12.2025
Geräusch beim Schnellladen, 1 m Abstand rund 45 dB Notebookcheck, eigene Messung 20.12.2025
Dauerleistung / Spitze 2.000 W / 3.000 W Anker Solix, Herstellerangabe abgerufen 03.09.2026
Gesamtnote 1,3 („sehr gut“) testberichte.de, Aggregat 11.02.2026

Drei Zeilen dieser Tabelle verdienen einen zweiten Blick.

Der Wirkungsgrad beim Laden. 1.024 Wh Nennkapazität gegen rund 1.110 Wh, die durch das Messgerät geflossen sind, sind rund 92 % (Notebookcheck, 20.12.2025). Das ist ein guter Wert. Die fehlenden 8 % sind kein Defekt, sondern Wandlungsverlust und Lüfter.

Dann der Wirkungsgrad beim Entladen. Unter konstanter 250-W-Last am AC-Ausgang kamen rund 850 Wh heraus, also rund 83 % der Nennkapazität (ebenda). Der Wechselrichter kostet dich grob ein Sechstel dessen, was im Akku steht.

Und die Zahl, die in keinem Test steht. Aus der Steckdose rein, aus der Steckdose raus: 850 Wh von 1.110 Wh sind rund 77 %. Das ist eigener Dreisatz aus den beiden von Notebookcheck genannten Werten, keine gemessene Round-Trip-Angabe, und er gilt nur für diese eine Lastbedingung. Aber es ist die Zahl, die zählt, wenn du die Station als Puffer zwischen Netz und Verbraucher benutzt.

Rund 45 dB aus einem Meter Entfernung beim Schnellladen sind laut Notebookcheck übrigens kein Flüstern. Das ist eine Station, die du beim 1.600-W-Laden nicht neben dem Bett stehen haben willst.

testberichte.de fasst die verfügbaren Anker Solix C1000 Gen 2 Erfahrungen und Tests am 11.02.2026 zur Note 1,3 („sehr gut“) zusammen und hebt vor allem die kurzen Ladezeiten hervor. Ehrlicherweise gehört dazu: Dieses Aggregat stützt sich auf denselben Notebookcheck-Test. Es ist ein zweiter Datenpunkt, aber kein zweites Labor.

Wenn du wissen willst, wie sich Anker Solix in dieser Klasse gegen die anderen großen Namen schlägt, steht das im Vergleich der unabhängigen Tests zu Jackery, EcoFlow, Bluetti und Anker Solix. Und welche Prüforganisation in Deutschland überhaupt welche Kapazitätsklasse misst, sortiert unsere Übersicht zum Powerstation-Test von Stiftung Warentest.

4

Was 1.600 Watt an deiner Steckdose bedeuten

Hier wird aus der Rekordzahl eine Alltagsfrage. 1.600 W sind für ein Ladegerät viel. Sind sie zu viel für eine normale Wohnung?

Eine haushaltsübliche Steckdose in Deutschland hängt in der Regel an einem mit 16 Ampere abgesicherten Stromkreis. Laut EnBW ergibt das bei 230 Volt eine theoretische Belastungsgrenze von 3.680 Watt. Elektro-Ratgeber wie Gira empfehlen, einen geteilten Stromkreis praktisch nicht über etwa 2.500 Watt zu belasten, weil an so einem Kreis fast nie nur ein Gerät hängt.

Kurzantwort: 1.600 W passen bequem auf einen eigenen Stromkreis (3.680 W theoretisch nach EnBW). Auf einem geteilten Kreis bleiben von den praktisch empfohlenen 2.500 W nur noch rund 900 W für alles andere übrig. Wasserkocher und Heizlüfter auf derselben Sicherung, und die fliegt.

Das ist der reale Fehlerfall. Nicht „die Station lädt langsamer als beworben“, sondern „die Sicherung im Flur ist raus, und der Kühlschrank hängt am selben Kreis“.

Deshalb ein praktischer Hinweis, der in keiner Herstellerangabe steht: Der UltraFast-Modus ist ein Schalter, kein Naturgesetz. Wenn du nicht in einer Stunde losfahren musst, lädst du auf der niedrigeren Stufe, und das Ganze ist ein Nicht-Thema. Die Rekordzahl ist eine Fähigkeit, kein Betriebszustand.

Wie viel nutzbare Energie du für deinen konkreten Anwendungsfall überhaupt brauchst, ist eine eigene Rechnung. Die steht in unserem Leitfaden dazu, wie du eine Powerstation richtig dimensionierst.

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Anker Solix C1000, C1000 Gen 2 oder C1000X: welche ist welche

Hier gehen die meisten Fehlkäufe los, und zwar bevor irgendwer über Ladezeiten redet.

C1000 (das Original). Der Vorgänger. Notebookcheck beschreibt die Gen 2 im Test vom 20.12.2025 als spürbar leichter und kompakter, mit höherer Dauerleistung und schnellerem Laden. Der Preis dafür ist konkret: Die Gen 2 gibt die Erweiterbarkeit des ersten C1000 per Zusatzakku auf, und das eingebaute LED-Licht ist ebenfalls weg.

C1000 Gen 2. Das Gerät, um das es hier geht. 1.024 Wh, 2.000 W Dauerleistung, 3.000 W Spitze (Herstellerangaben, von Notebookcheck und testberichte.de übereinstimmend berichtet).

C1000X. Eine eigene Modellbezeichnung, keine Schreibweise der Gen 2. Zu diesem Modell hat diese Recherche keine unabhängige Messung gefunden, die sich zitieren ließe. Deshalb steht hier keine Zahl dazu. Was ich dir stattdessen sagen kann: Vergleiche vor dem Kauf die exakte Modellbezeichnung auf dem Gerät und im Angebot, nicht das Produktfoto. Die drei sehen sich ähnlich genug, dass das Foto dich nicht rettet.

Wenn dein Anwendungsfall lange Autarkie ist, also mehrere Tage ohne Netz, dann ist die verlorene Erweiterbarkeit der wichtigere Satz in diesem ganzen Artikel. Nicht die 43:48.

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Für wen sich das lohnt, und für wen nicht

Passt gut, wenn dein Muster kurze Ladefenster sind. Handwerk mit Netzanschluss in der Pause, Fotoproduktion zwischen zwei Terminen, Wochenende auf dem Campingplatz mit Stromsäule, Marktstand mit einer einzigen Steckdose in Reichweite. In diesen Fällen ist eine Station, die in unter einer Stunde wieder voll ist, ein echter Unterschied und kein Datenblatt-Sport.

Passt eher nicht, wenn dir Kapazität wichtiger ist als Tempo. Für tagelange Autarkie zählt erweiterbare Kapazität mehr als eine Rekordladezeit, und genau die hat die Gen 2 laut Notebookcheck gegenüber dem ersten C1000 abgegeben. Wie viel Kapazität ein mehrtägiger Stromausfall wirklich braucht, zeigt unser Blick auf den Blackout in Berlin und die BBK-Empfehlungen.

Passt gar nicht ins Handgepäck. 1.024 Wh liegen um Größenordnungen über den 100 Wh, die im Flugzeug ohne Rückfrage erlaubt sind. Diese Station fliegt nicht mit, weder in der Kabine noch im Koffer. Was genau bei Akkus im Handgepäck gilt, steht in den Airline-Regeln für Powerbanks und Wh-Grenzen.

Zum Preis sage ich hier bewusst nichts Konkretes. Die Straßenpreise für diese Klasse schwanken stark und die Zahlen aus den Testartikeln sind Momentaufnahmen ihres Erscheinungsdatums, keine aktuellen Marktpreise. Eine Preisangabe, die ich heute hier hinschreibe, wäre nächste Woche eine Falschaussage.

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Unterm Strich

Am Ende dieses Anker Solix C1000 Gen 2 Tests bleibt: Der Rekord ist echt, und er ist von einer externen Stelle geprüft. Das ist mehr, als man in dieser Branche gewohnt ist. Nur beschreibt er einen Rekordlauf und nicht deinen Dienstagabend.

Was am Ende zählt, ist unspektakulärer: rund 92 % beim Laden, rund 83 % beim Entladen unter 250 W, rund 45 dB, wenn sie schnell lädt, keine Erweiterbarkeit mehr. Alles gemessen oder berichtet von Notebookcheck am 20.12.2025, nicht von uns.

Ob dir 43:48 oder 49 Minuten wichtiger sind, ist ehrlich gesagt die falsche Frage. Die richtige lautet: Hast du überhaupt einen Stromkreis, der 1.600 Watt allein trägt? Wenn ja, ist das ein sehr gutes Gerät für kurze Ladefenster. Wenn nein, kaufst du eine Fähigkeit, die du nie abrufst.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Weltrekord-Ladezeit der Anker Solix C1000 Gen 2 unabhängig bestätigt?

Ja, aber nicht mit der Zahl, die Anker bewirbt. Guinness World Records hat am 14.08.2025 eine Ladezeit von 43 Minuten und 48 Sekunden in der Kategorie „schnellste ladende tragbare Powerstation (1 kWh)“ verifiziert. Ankers eigene Alltagsangabe lautet 49 Minuten im UltraFast-Modus. Beide Angaben sind belegt, sie stammen nur aus unterschiedlichen Läufen unter unterschiedlichen Bedingungen.

Wie lange lädt die C1000 Gen 2 zu Hause wirklich?

Realistisch liegt der Bezugspunkt bei Ankers 49 Minuten, nicht beim Rekordwert, und auch das nur mit aktiviertem UltraFast-Modus und vollen 1.600 W an der Steckdose. Notebookcheck maß am 20.12.2025 rund 1.110 Wh, die bis zum vollen Akku hineinfließen. Bei geringerer Eingangsleistung oder ohne UltraFast dauert es entsprechend länger.

Braucht die 1.600-Watt-Ladung einen eigenen Stromkreis?

Zwingend nicht, sinnvollerweise schon. Ein 16-Ampere-Stromkreis trägt laut EnBW bei 230 Volt theoretisch 3.680 Watt, praktisch empfiehlt etwa Gira, einen geteilten Kreis nicht über rund 2.500 Watt zu belasten. Nach Abzug der 1.600 Watt bleiben dann etwa 900 Watt für alle anderen Geräte auf derselben Sicherung. Ein Wasserkocher reicht, um das zu sprengen.

Was ist der Unterschied zwischen C1000 und C1000 Gen 2?

Notebookcheck beschreibt die Gen 2 am 20.12.2025 als leichter, kompakter, stärker in der Dauerleistung und deutlich schneller beim Laden. Dafür fallen zwei Dinge des ersten C1000 weg: die Erweiterbarkeit per Zusatzakku und das eingebaute LED-Licht. Wer lange Autarkie braucht, verliert bei diesem Tausch.

Darf ich die Anker Solix C1000 Gen 2 im Flugzeug mitnehmen?

Nein. Mit 1.024 Wh Nennkapazität liegt sie weit oberhalb der 100 Wh, die im Handgepäck ohne Genehmigung erlaubt sind, und auch weit über der 160-Wh-Grenze für genehmigungspflichtige Akkus. Lithium-Akkus dieser Größe gehören außerdem nie ins Aufgabegepäck. Für den Flug bleibt nur eine Powerbank in der zulässigen Wh-Klasse.

Quellen

  1. Anker Solix die C1000 Gen 2 ankersolix.com
  2. Notebookcheck die 49 Minuten berichtet notebookcheck.com
  3. Guinness World Records guinnessworldrecords.com
  4. Praxis-Test vom 20.12.2025 notebookcheck.com
  5. testberichte.de testberichte.de
  6. EnBW enbw.com
  7. Gira gira.de

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