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Blackout in Berlin: 45.400 Haushalte, rund 100 Stunden – und was das BBK empfiehlt

Blackout in Berlin: 45.400 Haushalte, rund 100 Stunden – und was das BBK empfiehlt

Am Morgen des 3. Januar 2026 brannte im Berliner Südwesten eine Kabelbrücke über dem Teltowkanal. Fünf 110-kV-Hochspannungskabel und zehn 10-kV-Mittelspannungskabel wurden dabei irreparabel beschädigt. Was danach folgte, war nach Darstellung des Berliner Senats der längste Stromausfall der Stadt seit 1945 – und er traf mitten im Winter auch die Fernwärme.

Stand: 12.01.2026. Alle Zahlen in diesem Beitrag stammen aus den unten verlinkten Primärquellen und tragen ihr jeweiliges Datum.

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Was am 3. Januar 2026 passiert ist

Die Pressemitteilung der Senatsverwaltung vom 03.01.2026 nennt den Beginn mit 06:13 Uhr und beziffert die Betroffenen mit 45.400 Haushalten und 2.200 Gewerbekunden. Vier Ortsteile im Bezirk Steglitz-Zehlendorf waren betroffen: Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.

Die Ursache war kein technischer Defekt. Unbekannte hatten die Kabel an der Brücke über dem Teltowkanal nahe dem Heizkraftwerk Lichterfelde in Brand gesetzt. Beim Landeskriminalamt ging ein Bekennerschreiben ein; es erschien auf der Plattform Indymedia und wird dort einer "Vulkangruppe" zugeschrieben.

Zeitpunkt Stand der Versorgung Quelle
03.01.2026, ca. 06:13 Uhr Ausfallbeginn, 45.400 Haushalte + 2.200 Gewerbekunden ohne Strom Senatsverwaltung, 03.01.2026
Nacht 03./04.01.2026 rund 7.000 Haushalte wieder versorgt Stromnetz Berlin
04.01.2026, mittags rund 10.000 Haushalte und 300 Gewerbekunden wieder versorgt Stromnetz Berlin
05.01.2026, 19:30 Uhr 27.200 Haushalte und 1.425 Gewerbekunden weiterhin ohne Strom Stromnetz Berlin
07.01.2026, 14:10 Uhr vollständige Wiederversorgung gemeldet Wirtschaftssenatorin Giffey

Das Technische Hilfswerk gibt für den Einsatz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mindestens 971 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an – für Notrufstellen, Notunterkünfte, Wärmestuben und Netzersatzanlagen.

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Die Zahl, über die sich die Quellen nicht einig sind

Hier lohnt genaues Hinsehen, weil in der Berichterstattung zwei unterschiedliche Zahlen kursieren.

Die Senatsverwaltung schrieb am 03.01.2026, die verbleibenden rund 35.000 Anschlüsse seien voraussichtlich erst bis Donnerstagnachmittag, den 08.01.2026, wieder am Netz. Das war eine Prognose vom ersten Tag. Die Entwarnung kam dann tatsächlich einen Tag früher, am 07.01.2026 um 14:10 Uhr.

Wer von "viereinhalb Tagen" liest, rechnet mit der Prognose. Wer mit dem gemeldeten Ende rechnet, kommt auf 4 Tage und rund 8 Stunden. Stromnetz Berlin selbst fasst den Vorgang als rund 100 Stunden für etwa 47.600 Kunden zusammen. Wir nutzen in diesem Beitrag die 100-Stunden-Angabe des Netzbetreibers, weil sie sich auf das tatsächliche Ende bezieht und nicht auf eine Ankündigung.

Für die Vorsorgefrage ändert das wenig: Beide Werte liegen weit jenseits dessen, wofür ein Haushalt typischerweise ausgerüstet ist.

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Warum die Fernwärme der eigentliche Winterfaktor war

Die Heizkraftwerke selbst wurden nicht beschädigt. Trotzdem war laut Senatsverwaltung "die Fernwärmeversorgung beeinträchtigt" – weil die Pumpen, die das heiße Wasser zu den angeschlossenen Gebäuden transportieren, elektrisch betrieben werden. Ohne Strom keine Umwälzung, ohne Umwälzung keine Wärme in der Wohnung.

Das ist der Punkt, den die meisten Vorsorgelisten unterschätzen. Ein Stromausfall im Juli ist ein Komfortproblem. Ein Stromausfall im Januar, der die Wärmeversorgung mitnimmt, ist ein anderes Ereignis – und der Bezirk richtete genau deshalb Wärmestuben ein.

Der zweite Kaskadeneffekt traf die Kommunikation. Nach Angaben der beteiligten Netzbetreiber waren im Ausfallgebiet Mobilfunkstandorte betroffen: O2 meldete 18 eigene Sendeanlagen, Vodafone 39 Standorte (davon 29 am Montag, 05.01.2026, wieder in Betrieb), die Telekom hatte am selben Montag 19 von 29 betroffenen Stationen wieder am Netz.

Eine geladene Powerbank wie die Anker Nano Powerbank 10.000 mAh, 30 W ersetzt keinen Sendemast. Sie entscheidet aber darüber, ob das Telefon noch läuft, wenn das Netz zurückkommt.

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Was das BBK tatsächlich empfiehlt

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) führt auf seiner Seite "Vorsorge und Handeln bei Stromausfall" eine Empfehlung, die für dieses Thema ungewöhnlich konkret ist:

"Solarbetriebene Batterieladegeräte oder eine Powerbank können bei Stromausfall eine Hilfe sein."
— BBK, "Vorsorge und Handeln bei Stromausfall"

Genau das deckt eine Solar-Powerbank wie die BLAVOR Solar-Powerbank 20.000 mAh mit 4 Solarpanels ab: Sie kombiniert einen Akku mit einem eigenen Ladepanel, statt beides getrennt einpacken zu müssen.

Als alternative Lichtquelle nennt das BBK auf derselben Seite Kerzen und weist ausdrücklich auf regelmäßiges Lüften bei ihrer Nutzung hin. Für den Lebensmittelvorrat rät es zu haltbaren Lebensmitteln, "die kalt verzehrt werden können".

Wichtiger als die einzelne Formulierung ist ein Punkt, den viele Vorsorgeseiten noch nicht nachgezogen haben: Der Ratgeber wurde ausgetauscht. Am 13.10.2025, dem Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge, stellte das BBK den vollständig überarbeiteten Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" vor. Er löst den älteren "Ratgeber für Notfallvorsorge" ab und ergänzt unter anderem Kapitel zu Desinformation, psychischer Stabilität in Krisen und Schutzsuche.

Die Bevorratungsempfehlung darin ist deutlicher, als die öffentliche Diskussion es meist wiedergibt:

"Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können." Und ergänzend: "Aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr."

Das ist bemerkenswert, weil die europäische Ebene mit einer anderen Zahl arbeitet. Die EU Preparedness Union Strategy vom 26.03.2025 empfiehlt Haushalten 72 Stunden Selbstversorgung; die damalige Krisenmanagement-Kommissarin Hadja Lahbib listete dazu öffentlich unter anderem Wasser, Lebensmittel, Taschenlampe, Radio, Bargeld, Medikamente – und eine Powerbank.

Empfehlung Zeitraum Datum Herausgeber
"Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" möglichst 10 Tage (Minimum 3 Tage) 13.10.2025 BBK
EU Preparedness Union Strategy 72 Stunden 26.03.2025 Europäische Kommission
Tatsächliche Ausfalldauer Berlin rund 100 Stunden 03.–07.01.2026 Stromnetz Berlin

Die dritte Zeile ist der Grund, warum die 72-Stunden-Zahl in diesem Fall zu knapp gewesen wäre. Der Berliner Ausfall lag zwischen der EU-Empfehlung und der BBK-Empfehlung – näher an der EU-Zahl, aber sie überschreitend.

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Was ein Gerät leisten muss, um so etwas abzudecken

Ab hier wird gerechnet, und zwar mit unabhängig gemessenen Werten statt mit Datenblättern.

Die Rechnung beginnt bei den Verbrauchern, nicht beim Gerät

Für rund 100 Stunden ergeben sich drei grob getrennte Bedarfsklassen:

Bedarf Was das abdeckt Größenordnung
Kommunikation Smartphone mehrfach laden, Taschenlampe, Radio 30–80 Wh
Kommunikation + Arbeit zusätzlich Notebook, Tablet, kleine LED-Beleuchtung 100–300 Wh
Haushaltslast zusätzlich Kühlschrank, Router, medizinische Kleingeräte ab ca. 1.000 Wh

Ein Smartphone-Akku liegt je nach Modell im Bereich weniger Wattstunden, ein Notebook-Akku typischerweise bei einigen Dutzend. Die Klassen oben sind deshalb Größenordnungen zur Orientierung, keine Messwerte – wer exakt rechnen will, findet die Umrechnung von mAh nach Wh in unserem Beitrag mAh in Wh umrechnen.

Für die dritte Klasse kommt ein Gerät wie die EcoFlow Delta 3 Plus Powerstation, 1024 Wh mit ihren nominell 1.024 Wh in Frage – die tatsächlich nutzbare Kapazität liegt darunter, wie der nächste Abschnitt zeigt.

Der Abschlag, den fast niemand einrechnet

Der ADAC hat am 11.06.2025 acht mobile Powerstations getestet und dabei einen Punkt gemessen, der auf keinem Karton steht:

"Die wirklich im Alltag nutzbare Nettokapazität war bei den getesteten Geräten im Schnitt gut 10 bis 15 Prozent geringer als die von den Herstellern genannte Bruttokapazität."

Gründe sind laut ADAC der Eigenverbrauch der Elektronik und ein bewusst zurückgehaltener Energieanteil, der den Akku schont. Praktisch heißt das: Ein Gerät mit 1.024 Wh Nennkapazität liefert eher 870 bis 920 Wh. Wer seine Laufzeit auf dem Nennwert aufbaut, plant zu optimistisch – und zwar systematisch, nicht zufällig.

Testsieger im selben ADAC-Test (11.06.2025) war die Bluetti AC180P mit Note 2,0. Zwei der acht Geräte fielen mit Note 5,0 durch – die Ective BlackBox 10 und die Jackery Explorer 1000 v2, beide wegen ungeschützter DC-Eingänge, über die Spannung zwischen Ladequellen übertragen werden konnte.

Wer diesen Abschlag einkalkuliert, sollte bei einem Gerät wie der Anker SOLIX C1000 Powerstation, LiFePO4, 1800 W eher mit dem niedrigeren Praxiswert planen als mit dem Aufdruck auf der Verpackung.

Was die anderen Prüfstellen gemessen haben – und was nicht

Die drei unabhängigen deutschen Prüfstellen messen nicht in derselben Klasse, was den Vergleich erschwert:

Prüfstelle Veröffentlicht Geprüfte Klasse Ergebnis öffentlich?
Stiftung Warentest (Powerbanks) 07.01.2026 24 Modelle, ca. 10.000 und 20.000 mAh, knapp 30 bis rund 100 Euro Testsieger kostenpflichtig
Stiftung Warentest (Powerstations) 20.07.2023 11 Modelle, 400–644 Wh, 470 bis über 800 Euro Testsieger hinter Bezahlschranke (4,90 €)
ADAC (Powerstations) 11.06.2025 8 Modelle, ca. 1 kWh aufwärts, Testsieger knapp 1.500 Euro Testsieger frei genannt

Ein Detail aus dem Warentest-Powerbank-Test vom 07.01.2026 gehört in diesen Zusammenhang, weil es die häufigste Sorge adressiert: "Erfreulich: Unsere Sicherheitstests überstanden alle Modelle ohne Brände oder Explosionen." Im Falltest nahmen allerdings einzelne Geräte Schaden – eines funktionierte danach "überhaupt nicht mehr".

Der Powerstation-Test der Stiftung Warentest stammt aus dem Juli 2023 und deckt mit 400–644 Wh eine deutlich kleinere Klasse ab als der ADAC-Test. Wer 2026 eine Powerstation um 1 kWh sucht, findet bei Warentest also schlicht keine passende Messung – das ist keine Wertung, sondern eine Lücke, die man kennen sollte.

Wer noch eine Kapazitätsklasse darüber sucht, findet mit einem Gerät wie der Anker SOLIX C2000 Gen 2 Powerstation, 2048 Wh, 2400 W eine der größeren am Markt erhältlichen Optionen – auch dafür liefert die deutsche Testlandschaft aktuell keine eigene Messung.

Eine Zahl fehlt in der gesamten deutschsprachigen Testlandschaft: die Selbstentladung im Standby über Monate. Genau sie entscheidet aber darüber, ob ein Gerät noch geladen ist, wenn ein Ausfall kommt. Wir kennen dazu keine unabhängig gemessene deutsche Angabe und schätzen sie hier bewusst nicht. Praktische Konsequenz ohne Zahl: Ladestand quartalsweise prüfen.

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Drei Stufen, drei Aufgaben

Stufe Gerätetyp Deckt ab Grenze
1 Powerbank 10.000–20.000 mAh Smartphone, Taschenlampe, Radio keine 230-V-Steckdose
2 Solar-Powerbank wie Stufe 1, plus Nachladen ohne Netz Solarleistung am Gehäuse ist gering; Nachladen dauert Tage, nicht Stunden
3 Powerstation ab ca. 1.000 Wh zusätzlich Notebook, Router, Kühlschrank zeitweise Gewicht, Preis, Ladestand-Pflege

Wer in Stufe 1 lieber gleich zu einem größeren Modell greift, ist mit der Anker Powerbank, 20.000mAh tragbares Ladegerät mit integriertem USB-C-Kabel, 87W Max Schnellladung, kompatibel mit MacBook, iPhone, Samsung und mehr für mehrere Ladezyklen gerüstet.

Die Solar-Powerbank in Stufe 2 ist genau das Gerät, das das BBK mit "solarbetriebene Batterieladegeräte" benennt. Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Ein Solarpanel in Handygröße liefert im Winter in Berlin sehr wenig. Es ist eine Rückfallebene, keine Ladelösung. Wer im Winter ernsthaft nachladen will, braucht ein separates Faltpanel und eine Powerstation – die Dimensionierung dafür steht in unserem Beitrag Powerstation richtig dimensionieren.

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Die ehrliche Einordnung: Das war kein Netzproblem

Es wäre einfach, aus diesem Ereignis eine Geschichte über ein bröckelndes Stromnetz zu machen. Die Zahlen geben das nicht her.

Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 09.10.2025 den SAIDI-Wert für 2024: 11,7 Minuten durchschnittliche Nichtverfügbarkeit je Letztverbraucher, nach 12,8 Minuten im Jahr 2023. 830 Netzbetreiber meldeten dafür 164.645 Versorgungsunterbrechungen in Nieder- und Mittelspannung. Die Behörde ordnet das deutsche Stromnetz damit als eines der zuverlässigsten im europäischen Vergleich ein.

11,7 Minuten pro Jahr im Mittel gegen rund 100 Stunden für diese Haushalte – das ist kein statistischer Trend, das ist ein Einzelereignis mit einer Ursache, die außerhalb der Netztechnik liegt. Der Ausfall war Folge eines Brandanschlags, nicht eines Verschleißes.

Die richtige Schlussfolgerung ist deshalb nicht "das Netz fällt bald überall aus". Sie lautet: Ein sehr zuverlässiges System kann punktuell und gezielt für mehrere Tage außer Kraft gesetzt werden, und die Vorsorge dafür ist eine Haushaltsentscheidung, keine Netzfrage. Das BBK empfiehlt seit dem 13.10.2025 zehn Tage. Berlin brauchte rund vier.

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Kurz gesagt

Ein gezielter Brandanschlag legte am 03.01.2026 die Stromversorgung für 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden im Berliner Südwesten lahm – rund 100 Stunden lang, im Winter, samt Fernwärme und Teilen des Mobilfunks.

Das ist kein Argument gegen das deutsche Stromnetz, dessen durchschnittliche Ausfallzeit 2024 bei 11,7 Minuten lag. Es ist ein Argument dafür, dass die Vorsorgeempfehlung des BBK vom 13.10.2025 – möglichst zehn Tage, mindestens drei – realistischer bemessen ist als die 72 Stunden der EU-Strategie vom 26.03.2025.

Konkret heißt das drei Dinge. Eine geladene Powerbank hält die Kommunikation am Laufen, solange das Mobilfunknetz steht. Eine Powerstation ab etwa 1.000 Wh Nennkapazität – etwa eine mit eigenem Solareingang wie die BLUETTI Elite 100 V2 Powerstation, 1024 Wh, mit 200-W-Solarpanel – deckt Notebook, Router und zeitweise den Kühlschrank ab – gerechnet mit dem Nettowert, also 10 bis 15 Prozent unter dem Aufdruck. Und beides nützt nur, wenn es geladen ist: Weil es für die Selbstentladung im Standby keine unabhängig gemessene deutsche Angabe gibt, bleibt der quartalsweise Blick auf den Ladestand die einzige verlässliche Regel.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauerte der Berliner Stromausfall im Januar 2026 genau?

Der Ausfall begann am 03.01.2026 gegen 06:13 Uhr laut Pressemitteilung der Senatsverwaltung. Die vollständige Wiederversorgung meldete Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey am 07.01.2026 um 14:10 Uhr. Das sind 4 Tage und rund 8 Stunden. Stromnetz Berlin fasst den Vorgang als rund 100 Stunden für etwa 47.600 Kunden zusammen. Angaben von "viereinhalb Tagen" beziehen sich auf die Prognose vom 03.01.2026, die eine Wiederversorgung bis Donnerstagnachmittag, 08.01.2026, ankündigte.

Wie viele Haushalte waren betroffen?

Die Senatsverwaltung nennt in ihrer Pressemitteilung vom 03.01.2026 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden in den Ortsteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Stromnetz Berlin rechnet daraus rund 47.600 betroffene Kunden.

Empfiehlt das BBK wirklich eine Powerbank?

Ja, wörtlich. Auf der Seite "Vorsorge und Handeln bei Stromausfall" heißt es: "Solarbetriebene Batterieladegeräte oder eine Powerbank können bei Stromausfall eine Hilfe sein." Auch die EU Preparedness Union Strategy vom 26.03.2025 führt eine Powerbank in der öffentlich kommunizierten Liste der 72-Stunden-Ausrüstung.

Für wie viele Tage soll ich vorsorgen?

Der BBK-Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen", vorgestellt am 13.10.2025, empfiehlt: "Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können." Ergänzend heißt es dort: "Aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr." Die EU-Empfehlung vom 26.03.2025 nennt 72 Stunden.

Warum fiel die Fernwärme mit aus?

Die Heizkraftwerke selbst wurden nicht beschädigt. Die Pumpen, die das erhitzte Wasser zu den angeschlossenen Gebäuden transportieren, brauchen jedoch Strom. Ohne Strom keine Umwälzung. Die Senatsverwaltung sprach deshalb von einer beeinträchtigten Fernwärmeversorgung; der Bezirk öffnete Wärmestuben.

Wie groß muss eine Powerstation sein?

Das hängt vom Verbraucher ab, nicht vom Ausfall. Wichtig ist der Abschlag: Der ADAC maß am 11.06.2025, dass die nutzbare Nettokapazität im Schnitt gut 10 bis 15 Prozent unter der vom Hersteller genannten Bruttokapazität lag. Ein 1.024-Wh-Gerät liefert danach eher 870 bis 920 Wh. Rechne mit dem Nettowert, nicht mit dem Aufdruck.

Ist das deutsche Stromnetz unzuverlässig geworden?

Nein, jedenfalls nicht nach den offiziellen Kennzahlen. Die Bundesnetzagentur meldete am 09.10.2025 für 2024 einen SAIDI-Wert von 11,7 Minuten je Letztverbraucher, nach 12,8 Minuten im Vorjahr, und ordnet das deutsche Netz als eines der zuverlässigsten im europäischen Vergleich ein. Der Berliner Ausfall war Folge eines Brandanschlags, nicht eines technischen Verschleißes.

Quellen

  1. Stromnetz Berlin stromnetz.berlin
  2. BBK bbk.bund.de
  3. Pressemitteilung der Senatsverwaltung vom 03.01.2026 berlin.de
  4. Einsatz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf berlin.de
  5. vollständig überarbeiteten Ratgeber **"Vorsorgen für Krisen und Katastrophen"** bbk.bund.de
  6. Bevorratungsempfehlung bbk.bund.de
  7. **EU Preparedness Union Strategy** commission.europa.eu
  8. **ADAC** hat am **11.06.2025** acht mobile Powerstations getestet adac.de
  9. Stiftung Warentest (Powerbanks) test.de
  10. Stiftung Warentest (Powerstations) test.de
  11. **Bundesnetzagentur** veröffentlichte am **09.10.2025** den SAIDI-Wert für 2024 bundesnetzagentur.de

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