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Powerbank für Laptop: 100 Watt USB-C und die 100-Wh-Grenze

Powerbank für Laptop: 100 Watt USB-C und die 100-Wh-Grenze

Zwei Zahlen mit derselben Vorsilbe entscheiden über diesen Kauf, und sie messen nicht dasselbe. 100 Watt ist eine Leistung, also wie schnell Energie fließt. 100 Wattstunden sind ein Vorrat, also wie viel Energie überhaupt drin ist. Wer eine Powerbank für den Laptop kauft und das eine für das andere hält, landet entweder bei einem Gerät, das zu langsam lädt, oder bei einem, das am Gate nicht mitfliegen darf.

Wie eng die beiden Zahlen zusammenrücken, zeigt ausgerechnet Apple. Der Akku des MacBook Pro 16″ hat laut Apples technischen Daten exakt 100 Wattstunden. Und genau diesen Wert nennt das Luftfahrt-Bundesamt als genehmigungsfreie Obergrenze für Batterien im Passagiergepäck. Zwei unabhängig voneinander abgerufene Seiten, ein Notebook-Akku und eine Behördengrenze, dieselbe Zahl.

Das ist kein Zufall, sondern Konstruktion. Hersteller bauen bis dicht an die Grenze und keinen Millimeter darüber, weil alles darüber die Zustimmung der Airline braucht. Für dich heißt das: Du brauchst beim Kauf beide Zahlen. Und ausgerechnet die zweite steht selten dort, wo du sie suchst.

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Was 100 Watt wirklich sind

100 Watt sind kein runder Marketingwert. Sie sind das obere Ende der Standard Power Range in der USB-Power-Delivery-Spezifikation: 20 Volt bei 5 Ampere. Das von USB-IF autorisierte Testlabor Granite River Labs beschreibt in seiner Einführung zu PD 3.1 vom 14.09.2021, dass diese Obergrenze bei 100 Watt unverändert geblieben ist und erst die Extended Power Range mit den neuen Stufen 28 Volt, 36 Volt und 48 Volt bis 240 Watt reicht.

Eine Anmerkung zur Quelle, weil sie zur Sache gehört: usb.org selbst war für diese Recherche nicht abrufbar. Deshalb steht hier das autorisierte Testlabor und nicht das Konsortium.

Damit die 5 Ampere überhaupt fließen dürfen, braucht es das passende Kabel. heise online hält am 10.04.2020 fest: „Zur Übertragung von mehr als 60 Watt Leistung sind elektronisch markierte USB-C-Kabel nötig." Genau daran scheitern viele Ladeversuche, und zwar leise. Es lädt ja. Nur eben langsam.

Ein Kabel dieser Klasse ist NIMASO USB-C auf USB-C Kabel 100 W 20V/5A mit E-Mark Chip (1 m), vom Hersteller mit 20 Volt bei 5 Ampere und E-Mark-Chip ausgewiesen. Wer gleich auf PD 3.1 und die EPR-Stufen zielt, braucht ein Kabel, das mehr meldet, etwa UGREEN USB-C Kabel 240 W PD 3.1 mit E-Marker und Display (2 m) mit 240 Watt und E-Marker.

Die zweite Stolperstelle steht in derselben heise-Quelle. Netzteile unterhalb von 60 Watt liefern maximal 15 Volt, und das gilt auch für die weit verbreitete 45-Watt-Stufe. „Die erforderlichen 20 Volt schaffen praktisch alle USB-PD-Netzteile mit mindestens 60 Watt (20 Volt/3 Ampere)." Ein Notebook, das 20 Volt erwartet, bekommt sie von einem 45-Watt-Gerät nach dieser Quelle also nicht. Es ist keine Frage von etwas weniger Leistung, sondern von der falschen Spannungsstufe.

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Die Wattstunden, die über den Flug entscheiden

Das Luftfahrt-Bundesamt setzt die Grenze bei 100 Wattstunden Nennenergie. Darüber gilt der Wortlaut der Behörde: „darf mit Genehmigung des Betreibers jede Batterie 100 Wh übersteigen, jedoch höchstens 160 Wh haben", und in diesem Band sind „maximal zwei Ersatzbatterien pro Person" erlaubt. Dazu zwei Regeln, die im Alltag öfter greifen als die Wh-Zahl selbst: Jede Batterie muss abgeklemmt und die Pole isoliert sein, und lose Ersatzbatterien gehören nie ins aufgegebene Gepäck.

Der Wortlaut „höchstens 160 Wh" ist dabei auch eine Obergrenze nach oben: Was darüber liegt, ist im Passagiergepäck nicht vorgesehen, mit Genehmigung so wenig wie ohne.

Wie viele Milliamperestunden das sind, lässt sich aus den Messwerten von heise vom 16.01.2026 ableiten. Dort entsprechen 20.000 mAh einer Nennkapazität von 74 Wattstunden, also einer Nennspannung von 3,7 Volt. Hochgerechnet liegt die 100-Wh-Grenze damit bei rund 27.000 mAh. Den Rechenweg in beide Richtungen haben wir separat aufgeschrieben, inklusive der Frage, warum 3,7 Volt und nicht die 5 Volt vom Anschluss gelten.

Und jetzt der Teil, den kaum jemand nachrechnet: Genau an dieser Grenze ist die Umrechnung nicht belastbar.

Nimm die Anker Prime mit 27.650 mAh. Die Faustformel 3,7 V × 27.650 mAh ÷ 1000 ergibt 102,3 Wattstunden, also über der Freigrenze. In der Herstellerbeschreibung auf der Artikelseite steht aber Ankers eigener Satz: „Bitte beachte, dass diese Powerbank 99,54Wh besitzt, was den Anforderungen der TSA (<100Wh) als Handgepäck in Flugzeugen entspricht." Also 99,54 Wattstunden und damit unter der Grenze. Auf Ankers eigener Produktseite wiederum steht „Total Capacity: 27.650 mAh" und keine einzige Wattstunde. Drei Seiten desselben Vorgangs, drei verschiedene Informationsstände, und ausgerechnet die Zahl, die über den Flug entscheidet, fehlt auf der Herstellerseite.

Ein zweiter Beleg macht es noch deutlicher. Eine tragbare POWKEY-Powerstation mit 30.000 mAh trägt ihre Wattstundenzahl im Produkttitel: 96 Wh. Die Faustformel käme auf 111,0 Wattstunden. Der Grund steht in der Zellchemie, 96 ÷ 30 = 3,2 Volt, und das ist LiFePO4 statt der 3,7 Volt einer klassischen Lithium-Ionen-Zelle. Dieses Gerät steht hier ausschließlich als Rechenbeispiel und nicht als Empfehlung, denn seine Bewertung liegt unter der Schwelle, ab der wir ein Produkt verlinken.

Beide Male liegt die Faustformel zu hoch. Beide Male würde sie ein flugtaugliches Gerät fälschlich als genehmigungspflichtig ausweisen. Das ist der harmlosere von zwei möglichen Fehlern. Ein Fehler bleibt es trotzdem, und die richtige Anweisung lautet deshalb nicht „rechne um", sondern „lies die Wh-Zahl vom Gehäuse ab". Genau dafür ist die Aufdruckpflicht da.

Gerät Kapazität Nennenergie Herkunft der Wh-Zahl max. Leistung an einem USB-C-Port Verdikt Handgepäck
Anker Prime, 26.250 mAh 26.250 mAh 99,75 Wh gedruckt, Herstellertext 140 W unter 100 Wh, genehmigungsfrei
Anker Prime, 27.650 mAh 27.650 mAh 99,54 Wh gedruckt, Herstellertext keine Angabe unter 100 Wh, genehmigungsfrei
Anker Laptop-Powerbank, 25.000 mAh 25.000 mAh 90 Wh gedruckt, Herstellertext 100 W unter 100 Wh, genehmigungsfrei
UGREEN Nexode Pro, 20.000 mAh 20.000 mAh 74,0 Wh abgeleitet: 3,7 V × 20.000 mAh ÷ 1000 100 W unter 100 Wh, genehmigungsfrei
UGREEN Nexode, 20.000 mAh 20.000 mAh 74,0 Wh abgeleitet: 3,7 V × 20.000 mAh ÷ 1000 100 W unter 100 Wh, genehmigungsfrei
POWKEY, 30.000 mAh (nur Rechenbeispiel) 30.000 mAh 96 Wh gedruckt, Titel und Herstellertext 100 W unter 100 Wh, genehmigungsfrei

Das Gerät aus diesem Rechenbeispiel ist die Anker Prime Powerbank 27.650 mAh (250 W) — die größte Kapazität in der Tabelle und zugleich die einzige, bei der die Faustformel eine falsche Auskunft gibt. Bei den beiden UGREEN-Modellen weiter unten in der Tabelle ist die Wattstundenzahl von uns gerechnet, nicht vom Hersteller angegeben. Auf dem Gehäuse steht sie trotzdem, und dort gilt sie.

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Die Realität an Bord seit dem 15. Januar 2026

Bevor die Airlines kommen, die Behördenebene, denn die beiden regeln nicht dasselbe.

Ebene Genehmigungsfrei Mit Genehmigung Ersatzbatterien Nutzung und Laden an Bord
Luftfahrt-Bundesamt (Deutschland) bis 100 Wh 100 bis 160 Wh, Zustimmung des Betreibers nötig max. 2 pro Person im Band 100 bis 160 Wh nicht geregelt, die Seite erwähnt es mit keinem Wort

Dieser letzte Punkt ist der eigentliche Befund. Die deutsche Behördenseite regelt die Mitnahme, nicht die Benutzung. Wer nur dort nachliest, kennt die Hälfte der Regeln, und zwar ausgerechnet die Hälfte, die einem am Sitzplatz nicht weiterhilft. Die Nutzungsverbote kommen von den Airlines, und sie sind strenger als die Behörde.

Airline Wh-Grenze Max. Anzahl Nutzung an Bord Laden an Bord Quelle geprüft
Lufthansa Group (LH, SWISS, Austrian, Eurowings, Discover, Brussels, Edelweiss, Air Dolomiti) 100 Wh, darüber Voranmeldung und Genehmigung 2 pro Person verboten verboten nicht die eigene Seite: Euronews 18.01.2026, fvw 14.01.2026
Condor 100 Wh frei, 100 bis 160 Wh nur mit Genehmigung 2 Ersatzbatterien pro Person verboten verboten eigene Gefahrgutseite, ohne Stand-Datum
TUI fly max. 100 Wh je Batterie bis zu 20 Lithium-Batterien keine Angabe verboten eigene Seite, ohne Stand-Datum
Emirates unter 100 Wh 1 pro Person verboten verboten nicht die eigene Seite, nur Presseberichte, als unbestätigt lesen
Ryanair keine Angabe keine Angabe keine Angabe keine Angabe Hilfecenter nicht abrufbar
easyJet keine Angabe keine Angabe keine Angabe keine Angabe Seite lieferte keinen Inhalt
Turkish Airlines keine Angabe keine Angabe keine Angabe keine Angabe Abruf lief in einen Timeout

Die Spalte ganz rechts ist bewusst so unbequem. Condor und TUI wurden auf ihren eigenen Seiten geprüft, die Lufthansa Group nicht, weil alle drei erreichbaren Konzernseiten den Abruf verweigerten. Eine Tabelle, die überall gleich selbstbewusst aussieht, wäre an dieser Stelle gelogen.

Zwei Hinweise zur Haltbarkeit dieser Tabelle. Erstens: keine der drei erreichbaren Airline-Seiten trägt selbst ein Stand-Datum, das Luftfahrt-Bundesamt ebenso wenig. Wir pflegen die Tabelle deshalb nach und haben sie zuletzt am 03.08.2026 vollständig an den verlinkten Quellen nachgeprüft. Zweitens: Airlines verschärfen diese Regeln ohne Vorlauf, wie die Lufthansa Group im Januar 2026. Vor dem Flug gilt die Seite deiner Airline, nicht diese Tabelle.

Seit dem 15. Januar 2026 dürfen Powerbanks auf Flügen der Lufthansa Group weder benutzt noch geladen werden. Euronews berichtete am 18.01.2026, dass die Regel neben Lufthansa auch SWISS, Eurowings, Austrian, Discover, Brussels Airlines, Edelweiss und Air Dolomiti umfasst: höchstens zwei Geräte bis 100 Wattstunden, am Körper oder im Handgepäck unter dem Vordersitz, und ausdrücklich nicht im Gepäckfach über dem Sitz. Die Fachzeitschrift fvw hatte das Nutzungsverbot am 14.01.2026 vorab gemeldet.

Condor formuliert es auf der eigenen Gefahrgutseite so: „For safety reasons, it is forbidden to use power banks for charging other electronic devices on board. Charging power banks via onboard power outlets is also forbidden." Also weder das Handy an der Powerbank noch die Powerbank an der Sitzsteckdose. Auch TUI untersagt das Laden auf der eigenen Seite ausdrücklich: „Sie dürfen während keiner Phase des Fluges über die Stromversorgung am Sitz oder an Bord aufgeladen werden."

Wer trotzdem eine Powerbank sucht, die diese Grenze sauber einhält: Die Anker Laptop Powerbank 25.000 mAh, 165 W führt ihre 90 Wattstunden in der eigenen Produktbeschreibung und verweist dort ausdrücklich auf die 100-Wh-Regel im Handgepäck. Das ist eine Herstellerangabe, keine unabhängige Messung — aber es ist die Zahl, die am Gate zählt, und sie steht auf dem Gerät.

Was bleibt dann? Der Flughafen vor dem Abflug. Das Gate beim Umsteigen. Die Bahnfahrt danach, das Hotelzimmer mit einer einzigen erreichbaren Steckdose hinter dem Bett. Nicht der Sitzplatz. Wer eine Powerbank fürs Notebook ausschließlich für den Flug selbst kauft, kauft bei diesen Airlines am Zweck vorbei.

Welche Airline welche Batteriegrenze fährt und wie du eine Regel vor dem Abflug selbst nachschlägst, steht ausführlicher in unserem Leitfaden zu Powerbanks im Flugzeug. Was auf internationaler Ebene beschlossen wurde, haben wir in einem eigenen Beitrag zu den ICAO-Regeln aufgeschrieben.

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Warum 250 Watt nicht 250 Watt pro Anschluss sind

Die Gesamtleistung einer Powerbank ist nicht die Leistung eines Anschlusses, und der Unterschied wird genau dann teuer, wenn du das Gerät so benutzt, wie du es gekauft hast.

Anker nennt für die Prime 27K auf der eigenen Produktseite „Total Output 250 W Max", dazu 28 Volt bei 5 Ampere je USB-C-Port und 10 Volt bei 6,5 Ampere für USB-A. Alles Herstellerangaben, keine unabhängige Messung.

Was ein einzelner Port liefert, während die anderen belegt sind, steht dort nicht. Und das ist die einzige Zahl, die dich interessiert, sobald neben dem Notebook noch ein Telefon am Gerät hängt. Belastbar ist dazu nichts, deshalb steht hier keine Zahl.

Nebenbei verrät die Spannung, um welche Geräteklasse es geht: 28 Volt ist die erste EPR-Stufe oberhalb der Standard Power Range (Granite River Labs, 14.09.2021). Das ist also ein PD-3.1-Gerät und kein 100-Watt-Gerät, auch wenn viele Notebooks am Ende genau 100 Watt daraus ziehen.

Praktische Konsequenz: Wenn dein Notebook auf Höchstlast laden soll, häng nichts anderes daran. Wenn doch, plan mit weniger und nicht mit dem Wert auf der Verpackung.

Es geht auch anders herum: Die Anker Prime Powerbank 26.250 mAh (300 W Max, 140 W Single-Port) nennt ihre 140 Watt Einzelportleistung direkt im Produkttitel. Das ist immer noch keine Aussage über die Aufteilung unter Last, aber es ist überhaupt eine Einzelportzahl — und die ist in dieser Klasse die Ausnahme.

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Wie viele Ladungen wirklich drin sind

Auf der Powerbank steht eine Nennkapazität. Im Notebook landet weniger.

heise misst die nutzbare Energie mit einem FNIRSI-FNB58-Messgerät an einer elektronischen Last, lädt dafür vollständig auf und entleert wieder vollständig. Ergebnis für eine 20.000-mAh-Powerbank am 16.01.2026: „Von den angegebenen 74 Wh Nennkapazität stehen in der Praxis starke 66,32 Wh zur Verfügung." Das sind rund 89 Prozent. Bei einem kleineren 12.000-mAh-Modell nennt dieselbe Quelle „rund 30 Wh" nutzbar aus 44 Wattstunden Nennkapazität.

Stiftung Warentest prüfte am 07.01.2026 insgesamt 24 Powerbanks von 18 Herstellern und beziffert die nutzbare Energie frei einsehbar mit 28,5 bis 35,8 Wattstunden in der 10.000-mAh-Klasse und 58,3 bis 69,9 Wattstunden in der 20.000-mAh-Klasse. Die Ausgangsleistungen reichen dort von „18 bis zu beeindruckenden 200 Watt", und laut Teaser können alle geprüften Geräte auch kompatible Laptops laden.

Die vollständige Ergebnistabelle mit den Einzelnoten liegt hinter einer Bezahlschranke für 4,90 Euro. Die Testsieger sind frei nicht einsehbar, deshalb steht hier keiner. Wer dir einen Warentest-Sieger dieses Tests nennt, ohne bezahlt zu haben, hat ihn geraten.

Jetzt die Arithmetik, die im Laden niemand macht. Heises gemessene 66,32 Wattstunden gegen die Akkugrößen laut Hersteller:

Notebook Akku laut Hersteller 66,32 Wh nutzbar reichen höchstens für
MacBook Air 13″ 53,8 Wh 1,2 Ladungen
ThinkPad X1 Carbon Gen 12 57 Wh 1,2 Ladungen
MacBook Air 15″ 66,5 Wh 1,0 Ladung
MacBook Pro 14″ 72,4 Wh 0,9 Ladungen, nicht einmal eine volle
MacBook Pro 16″ 100 Wh 0,7 Ladungen

Die Akkuwerte stehen bei Apple für die Air-Modelle, bei Apple für die Pro-Modelle und in Lenovos Produktspezifikation für das ThinkPad. Alles Herstellerangaben.

Das Wort höchstens in der Spaltenüberschrift trägt die ganze Tabelle. Die Rechnung unterstellt, dass jede Wattstunde aus der Powerbank verlustfrei im Notebook-Akku ankommt. Das tut sie nicht: Ladeelektronik und Wärme im Notebook kosten zusätzlich. Eine belastbare Messung dieser zweiten Verluststufe war nicht auffindbar, und geschätzt wird hier nichts. Die realen Werte liegen also unter den Zahlen oben, um wie viel steht nirgends.

Was folgt daraus für den Kauf? Wenn du ein MacBook Air oder ein Ultrabook dieser Klasse hast, ist eine 20.000-mAh-Powerbank wie die UGREEN Nexode Pro Powerbank 20.000 mAh (165 W, 100 W Einzelausgang, integriertes Kabel) die ehrliche Grenze für eine Ladung. Ab MacBook Pro 14″ aufwärts brauchst du die 25.000er oder 27.000er Klasse, wenn dir eine volle Ladung wichtig ist. Und mehr als zwei Ladungen bekommst du bei diesen Akkugrößen im genehmigungsfreien Bereich schlicht nicht, weil die 100-Wh-Grenze vorher zuschlägt.

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Notebooks mit Hohlstecker

Nicht jedes Notebook lädt über USB-C. Für Geräte mit klassischem Hohlstecker gibt es Adapter, und heise beschreibt am 29.05.2025, wie sie arbeiten: Sie enthalten einen Power-Delivery-Triggerchip, der „vom USB-Netzteil oder der Powerbank 20 Volt anfordert" und diese Spannung ans Notebook weiterreicht.

Der Deckel liegt laut derselben Quelle bei „100 Watt, also bei 20 Volt höchstens 5 Ampere". Eine 200-Watt-Powerbank ändert daran nichts. Der Adapter ist der Flaschenhals, und wie viel Strom tatsächlich gezogen wird, bestimmt das Notebook.

Reicht die Leistung nicht, sieht das nicht nach einem Defekt aus, sondern nach einem Wackelkontakt. heise beschreibt das Muster: „die Spannung bricht ein, das Notebook bekommt seinen Strom nicht und schaltet auf Akkustrom. Sobald die Last verschwindet, liefert die Powerbank wieder 20 Volt, das Notebook schaltet zurück, überlastet die Powerbank aufs Neue und so fort."

Wenn dein Akkustand also trotz angezeigter Ladung nicht steigt, ist das genau dieses Bild. Es ist kein kaputtes Kabel.

Weil der Adapter ohnehin bei 100 Watt deckelt, bringt an einem Hohlstecker-Notebook auch keine stärkere Powerbank mehr Tempo. Eine Klasse wie die UGREEN Nexode Powerbank 20.000 mAh (100 W, 2x USB-C + 1x USB-A) mit 100 Watt an einem USB-C-Port reicht hier aus — alles darüber zahlst du für Reserven, die der Adapter nicht durchlässt.

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Kurz gesagt

Eine Powerbank für Laptop und Notebook wird über zwei Zahlen ausgewählt, die nichts miteinander zu tun haben. Die Leistung entscheidet, ob überhaupt geladen wird, und dort ist die Kabelklasse ab 60 Watt genauso Bedingung wie die 20 Volt. Die Energie entscheidet, wie oft und ob du fliegen darfst, und dort ist die 100-Wh-Grenze des Luftfahrt-Bundesamts der Rahmen.

Die drei Sätze, die im Zweifel den Kauf retten: Lies die Wattstunden vom Gehäuse ab statt sie aus mAh zu rechnen. Rechne mit rund 89 Prozent nutzbarer Energie statt mit der Nennkapazität, und auch das nur als Obergrenze. Und prüf vor dem Flug die Seite deiner Airline, nicht nur die der Behörde, weil die Nutzungsverbote genau dort stehen und nirgends sonst.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Wattstunden darf eine Powerbank im Flugzeug haben?

100 Wattstunden. Das Luftfahrt-Bundesamt nennt diesen Wert als genehmigungsfreie Obergrenze für Batterien im Passagiergepäck. Zwischen 100 und 160 Wattstunden braucht es die Zustimmung des Betreibers, und dann sind höchstens zwei Ersatzbatterien pro Person erlaubt. Lose Ersatzbatterien gehören nie ins aufgegebene Gepäck, und die Pole müssen isoliert sein.

Darf ich mein Notebook im Flug an der Powerbank laden?

Bei der Lufthansa Group nicht. Seit dem 15. Januar 2026 ist die Nutzung an Bord untersagt, so berichteten Euronews am 18.01.2026 und die Fachzeitschrift fvw am 14.01.2026. Condor untersagt auf der eigenen Gefahrgutseite ebenfalls Nutzung und Laden, TUI untersagt das Laden an Bord in jeder Flugphase. Für Ryanair, easyJet und Turkish Airlines lag keine abrufbare Angabe vor.

Reicht eine 20.000-mAh-Powerbank für eine volle Notebook-Ladung?

Für kleine Ultrabooks knapp. heise hat am 16.01.2026 aus einer 20.000-mAh-Powerbank mit 74 Wattstunden Nennkapazität 66,32 Wattstunden nutzbare Energie gemessen. Ein MacBook Air 13″ hat laut Apple 53,8 Wattstunden, ein MacBook Pro 14″ dagegen 72,4 Wattstunden. Für das Pro reicht es rechnerisch nicht einmal für eine volle Ladung, und die Verluste im Notebook sind darin noch nicht enthalten.

Kann ich Wattstunden einfach aus mAh ausrechnen?

Als grobe Näherung ja, an der 100-Wh-Grenze nein. Die Formel unterstellt 3,7 Volt Zellnennspannung. Eine Anker Prime mit 27.650 mAh käme damit auf 102,3 Wattstunden, deklariert sind aber 99,54 Wattstunden. Eine POWKEY mit 30.000 mAh käme auf 111 Wattstunden, gedruckt sind 96 Wattstunden, weil LiFePO4-Zellen mit rund 3,2 Volt arbeiten. Lies die aufgedruckte Zahl.

Mein Laptop hat keinen USB-C-Anschluss. Geht das trotzdem?

Nur mit einem Hohlstecker-Adapter. heise beschreibt am 29.05.2025, dass solche Adapter einen Power-Delivery-Triggerchip enthalten, der 20 Volt anfordert und ans Notebook durchreicht. Die Grenze liegt bei 100 Watt, also 20 Volt bei 5 Ampere. Daran ändert auch eine stärkere Powerbank nichts, weil der Adapter der Flaschenhals ist.

Brauche ich ein besonderes Kabel für 100 Watt?

Ja. heise hält am 10.04.2020 fest, dass für mehr als 60 Watt elektronisch markierte USB-C-Kabel nötig sind, weil erst der E-Marker die 5 Ampere freigibt. Ein Kabel ohne diesen Chip lädt trotzdem, nur eben gedeckelt. Für die EPR-Stufen bis 240 Watt muss der E-Marker laut Granite River Labs 50 Volt bei 5 Ampere melden.

Welche Powerbank ist Testsieger?

Das lässt sich frei nicht beantworten. Stiftung Warentest hat am 07.01.2026 insgesamt 24 Powerbanks von 18 Herstellern geprüft, die vollständige Ergebnistabelle mit den Einzelnoten liegt aber hinter einer Bezahlschranke für 4,90 Euro. Frei einsehbar sind nur die Spannen der nutzbaren Energie und die Liste der geprüften Hersteller. Wir nennen deshalb keinen Sieger.

Quellen

  1. MacBook Pro 16″ hat laut Apples technischen Daten apple.com
  2. Luftfahrt-Bundesamt lba.de
  3. Granite River Labs graniteriverlabs.com
  4. heise online heise.de
  5. heise heise.de
  6. Ankers eigener Produktseite anker.com
  7. Euronews berichtete am 18.01.2026 euronews.com
  8. Fachzeitschrift fvw fvw.de
  9. eigenen Gefahrgutseite condor.com
  10. TUI tui.com
  11. Stiftung Warentest test.de
  12. Apple apple.com
  13. Lenovos Produktspezifikation psref.lenovo.com
  14. heise beschreibt am 29.05.2025 heise.de

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