Ampcarry
Suche Seite durchsuchen
Menü Ampcarry
Farbschema
Sprache Sprache wählen
Zurück zum Blog
Tipps

mAh in Wh umrechnen: Was auf der Powerbank steht – und was wirklich ankommt

mAh in Wh umrechnen: Was auf der Powerbank steht – und was wirklich ankommt

Stand: 18.02.2026

Die meisten Powerbanks tragen die Antwort schon auf dem Gehäuse. Dreh das Gerät um und such nach einer Zeile wie 74Wh oder Rated Energy. Die Hersteller drucken das nicht aus Nettigkeit auf, sondern weil die Luftfahrtregeln in Wattstunden formuliert sind und nicht in Milliamperestunden. Wenn du also Powerbank-mAh in Wh umrechnen willst und die Zahl schon aufgedruckt ist, brauchst du gar nicht zu rechnen.

Fehlt sie, wird es unübersichtlich. nextpit führt in seinem Ratgeber vom 14.09.2025 sowohl 3,7 V als auch 7 V als Rechenbeispiele auf, ohne zu sagen, welcher Wert für eine handelsübliche Powerbank gilt. Für dieselben 20.000 mAh kommen dabei einmal rund 74 Wh und einmal 148 Wh heraus. Ein Faktor zwei, ausgerechnet bei der Zahl, über die am Gate entschieden wird.

1

Schau zuerst aufs Gehäuse, nicht in den Taschenrechner

Der Aufdruck ist die verlässlichere Quelle, und zwar aus einem sehr praktischen Grund. Die Wh-Angabe stammt vom Hersteller, der die tatsächliche Zellspannung seines Packs kennt. Deine Rechnung kennt sie nicht, sie schätzt sie mit einem Standardwert.

Meistens liegen beide dicht beieinander. Manchmal nicht.

Ein Beispiel dafür steckt in der 25.000er-Klasse. Rechnest du 25.000 mAh mit 3,7 V, landest du bei 92,5 Wh. Anker gibt für seine 25.000-mAh-Powerbank in den Produktangaben auf amazon.de dagegen 90 Wh an, und UGREEN nennt für sein 25.000-mAh-Modell ebenfalls 90 Wh. Der Grund dafür ist keine Schlamperei: 25.000 mAh bei 3,6 V ergeben exakt 90 Wh (eigene Berechnung nach derselben Formel). Diese Packs sind also mit 3,6 V spezifiziert, nicht mit 3,7 V. Das UGREEN Nexode mit 25.000 mAh und 145 W UGREEN Nexode Power Bank 25000mAh 145W, 2X USB-C+1x USB-A wird sogar noch genauer und nennt in seinem Datenblatt zwei Werte: 88,2 Wh Mindestkapazität und 90 Wh typische Kapazität. Jeder Akku streut, deshalb ist der Mindestwert die garantierte Untergrenze und der typische Wert der Erwartungswert einer Serie.

Wenn du eine Wh-Zahl auf dem Gehäuse findest, nimm sie. Die Rechnung unten ist der Ersatz für den Fall, dass keine da ist oder du sie nicht mehr entziffern kannst.

2

Die Formel: Wh = (V × mAh) ÷ 1000

Die Formel selbst ist trivial. Der Streitpunkt ist das V.

Wie Anker auf seiner eigenen Umrechnungsseite schreibt, gilt Wh = (mAh × V) ÷ 1.000 und umgekehrt mAh = (Wh × 1.000) ÷ V. Anker rechnet dort das Grenzbeispiel vor: 100 Wh entsprechen bei 3,7 V rund 27.027 mAh. Das ist die Zahl, ab der es am Flughafen interessant wird, und was daraus für einzelne Fluggesellschaften folgt, steht in den Airline-Regeln im Detail.

Und 3,7 V ist kein gerundeter Fantasiewert. Die nominale Zellspannung von Lithium-Ionen-Akkus liegt bei 3,6 V, erklärt Battery University in ihrem Grundlagenartikel zu Akkuspannungen. Manche Hersteller schreiben 3,70 V oder mehr auf die Zelle, und Battery University nennt den Grund ungeschminkt beim Namen: die höhere Spannung schraubt die Wattstunden auf dem Papier nach oben. Deshalb siehst du beide Werte im Umlauf. Für eine Überschlagsrechnung ist der Unterschied klein, für die Frage "unter oder über 100 Wh" ist er es bei großen Packs nicht mehr.

Der 5-Volt-Fehler kostet dich ein Drittel

Auf dem USB-Port deiner Powerbank stehen 5 V. Der Wert stimmt auch, nur beschreibt er die Ausgangsseite nach dem Wandler und nicht die Zellen dahinter. Wer damit rechnet, bekommt ein deutlich zu großes Ergebnis.

Nennkapazität mit 3,7 V (richtig) mit 5 V (falsch) Abweichung
10.000 mAh 37 Wh 50 Wh +35 %
20.000 mAh 74 Wh 100 Wh +35 %
26.800 mAh 99,2 Wh 134 Wh +35 %

Alle Werte in dieser Tabelle sind selbst gerechnet, nach der oben zitierten Formel, keine Messungen.

Die dritte Zeile zeigt, warum das mehr ist als ein Rundungsfehler. Eine 26.800-mAh-Powerbank hat 99,2 Wh und darf damit ohne jede Rückfrage ins Handgepäck. Mit 5 V gerechnet kommst du auf 134 Wh und hältst dasselbe Gerät für genehmigungspflichtig. Du schleppst also entweder unnötig Papierkram mit dir herum oder lässt eine völlig legale Powerbank zu Hause.

Der Fehler funktioniert auch andersherum. techtest.org beschreibt am 19.06.2022 den umgekehrten Fall: Wer selbst bei 5 V misst, während der Hersteller bei 3,7 V angibt, landet rund 26 % unter der Herstellerangabe. Anderes Vorzeichen, gleiche Ursache.

Wann gilt denn nun ein anderer Wert? Bei mehrzelligen Packs in Reihenschaltung, etwa 7,4 V bei zwei Zellen oder 11,1 V bei drei. Powerstations sind so aufgebaut. Handliche Powerbanks in der Regel nicht, und wenn doch, steht die Spannung auf dem Gehäuse.

3

Umrechnungstabelle: 5.000 bis 30.000 mAh

Hier ist die Rechnung für die Kapazitätsklassen, die im Handel tatsächlich vorkommen. Alle Wh-Werte sind rechnerisch ermittelt, mit 3,7 V nach der Anker-Formel, gerundet auf eine Nachkommastelle.

Nennkapazität Nennenergie bei 3,7 V typische Bauform
5.000 mAh 18,5 Wh Kreditkartenformat, MagSafe-Puck
10.000 mAh 37,0 Wh Hosentaschenklasse
20.000 mAh 74,0 Wh Standard für Reisen
25.000 mAh 92,5 Wh (Herstellerangabe oft 90 Wh) Laptop-tauglich
26.800 mAh 99,2 Wh knapp unter der 100-Wh-Grenze
30.000 mAh 111,0 Wh über der Grenze

Zwei Zeilen daraus lohnen sich zum Merken. 10.000 mAh sind 37 Wh, das ist die sauberste Rechnung der ganzen Tabelle und der Grund, warum du diese Zahl auf so vielen Gehäusen findest. Ein typischer Vertreter der Klasse ist die INIU mit 45 W und integriertem USB-C-Kabel INIU Power Bank, Kleiner 45W Schnellladen 10000mAh Powerbank mit Abnehmbar USB C Kabel, Flugtauglich & Reise-Essential, Externe Handyakkus: 10.000 mAh, also 37 Wh, also weit unter jeder Grenze.

Und 27.027 mAh ist die Obergrenze, bis zu der du bei 3,7 V garantiert unter 100 Wh bleibst. Alles darüber musst du nachrechnen, bevor du es einpackst.

4

Warum weniger ankommt, als draufsteht

Jetzt der Teil, den kaum jemand nachrechnet. Die Wh-Zahl auf dem Gehäuse beschreibt, was in den Zellen steckt. Sie beschreibt nicht, was aus dem USB-Port herauskommt.

Dazwischen sitzt ein Wandler, der die 3,6 bis 3,7 V der Zellen auf 5 V hochsetzt, bei USB-PD auf 9, 15 oder 20 V. Jede Wandlung kostet Energie, dazu kommt der Eigenverbrauch der Elektronik. Das ist kein Defekt, das ist Physik.

heise online hat bei der Anker Zolo Powerbank 20k von 74 Wh Nennkapazität 66,32 Wh nutzbare Energie gemessen. heise beziffert die Effizienz selbst mit 89 Prozent und bezeichnet diesen Wert im Testbericht als den bisher besten im eigenen Testfeld (Stand: 16.01.2026). Bester Wert. Nicht Durchschnitt.

Rund 8 Wh verschwinden also zwischen Zelle und Kabel, und das beim Klassenprimus.

Was Stiftung Warentest bei 24 Geräten gefunden hat

Ein einzelnes Gerät ist noch kein Muster. Stiftung Warentest hat am 07.01.2026 insgesamt 24 Powerbanks geprüft, Preisspanne knapp 30 bis rund 100 Euro. Die frei zugänglichen Eckwerte:

Klasse Nennenergie bei 3,7 V (selbst gerechnet) gemessene nutzbare Energie
10.000 mAh 37,0 Wh 28,5 bis 35,8 Wh
20.000 mAh 74,0 Wh 58,3 bis 69,9 Wh

Der vollständige Testbericht liegt bei test.de hinter einer Bezahlschranke (4,90 €); die beiden Bereiche oben stammen aus dem frei lesbaren Teil. Platzierungen und Notentabelle geben wir hier bewusst nicht wieder.

Interessant ist die Spannweite. In der 10.000er-Klasse liegt das schwächste Gerät bei 28,5 Wh und das stärkste bei 35,8 Wh, ein Unterschied von rund einem Viertel zwischen zwei Geräten mit identischer Aufschrift. Die mAh-Zahl auf der Packung sagt dir also nicht nur zu viel, sie sagt dir auch nichts über die Streuung. Welche Modelle in welcher Klasse überhaupt zur Wahl stehen, sortiert der Vergleich nach Kapazitätsklasse.

Die Anker Zolo mit 20.000 mAh und 45 W Anker Zolo Powerbank 20.000 mAh, 45 W Max ist die stärker ladende Variante derselben Serie, die heise in der 30-W-Ausführung gemessen hat. Auf der amazon.de-Produktseite steht kein Wh-Wert; die 74 Wh haben wir selbst aus 20.000 mAh bei 3,7 V errechnet, keine Herstellerangabe für genau dieses Modell. Das UGREEN Nexode mit 20.000 mAh fällt in dieselbe Klasse und damit in dieselbe Rechnung.

5

Wie viele Handyladungen sind das wirklich?

"Lädt dein Smartphone bis zu fünfmal" steht auf vielen Verpackungen. Rechnen wir das mit echten Zahlen nach.

Ein moderner Handyakku ist größer, als die Marketing-Rechnung unterstellt. Der zertifizierte Akku des Samsung Galaxy S26 Ultra fasst laut notebookcheck.com vom 26.08.2025 4.855 mAh bei 3,9 V, umgerechnet 18,94 Wh. Die vermarktete Kapazität liegt bei 5.000 mAh.

Damit lässt sich die Kette zu Ende rechnen:

Rechenschritt Wert Herkunft
Nennkapazität der Powerbank 20.000 mAh Aufdruck
Nennenergie bei 3,7 V 74 Wh eigene Berechnung
tatsächlich abgegeben 66,32 Wh heise, Messung, Stand 16.01.2026
Akku Galaxy S26 Ultra 18,94 Wh notebookcheck, 26.08.2025
Ladungen rund 3,5 nach eigener Rechnung: 66,32 ÷ 18,94

Und selbst diese 3,5 sind noch zu optimistisch. Die Rechnung unterstellt, dass jede abgegebene Wattstunde auch im Handyakku landet. Das tut sie nicht, weil die Ladeelektronik im Telefon ihrerseits Verluste hat. Wie hoch die für dieses Gerätepaar ausfallen, misst niemand öffentlich, deshalb steht hier keine Zahl dazu. Nimm 3,5 als Obergrenze, nicht als Erwartungswert.

Dieselbe Kette gilt für jede Powerbank dieser Klasse, etwa für das UGREEN Nexode mit 20.000 mAh und 45 W UGREEN Nexode Power Bank 20000mAh 45W mit integriertem USB-C Kabel: gleiche Nennkapazität, gleiche rechnerische 74 Wh, gleiche Lücke zwischen Zelle und Kabel.

Für die kleine Klasse fällt das Ergebnis entsprechend nüchtern aus. Mit den 28,5 bis 35,8 Wh, die Warentest bei den 10.000ern gemessen hat, kommst du auf 1,5 bis 1,9 Ladungen dieses Akkus (rechnerisch ermittelt). Nicht drei. Nicht zwei. Anderthalb bis knapp zwei.

6

Das Luftfahrt-Verdikt: 100 Wh, 160 Wh und was dazwischen liegt

Hier zahlt sich die Rechnerei aus, denn die Regeln sind in Wattstunden geschrieben und nicht in Milliamperestunden.

Laut Luftfahrt-Bundesamt gilt für Lithium-Ionen-Batterien eine Nennenergie von 100 Wh als Standardgrenze. Darüber "darf mit Genehmigung des Betreibers jede Batterie 100 Wh übersteigen, jedoch höchstens 160 Wh haben", und in diesem Fall beschränkt sich die Mitnahme "auf maximal zwei Ersatzbatterien pro Person". Oberhalb von 160 Wh ist Schluss.

Zwei Einschränkungen dazu, bevor du das als vollständige Reisevorbereitung liest. Die Seite des Luftfahrt-Bundesamts trägt selbst kein Datum. Und sie sagt kein Wort darüber, ob du deine Powerbank an Bord benutzen oder laden darfst. Genau diese Frage beantworten die Fluggesellschaften inzwischen einzeln und unterschiedlich. Was welche Airline erlaubt, steht dort mit Prüfdatum pro Zeile.

Übertragen auf die Kapazitätsklassen sieht das so aus:

Nennkapazität Energie bei 3,7 V Verdikt nach den LBA-Schwellen
5.000 mAh 18,5 Wh frei, keine Genehmigung nötig
10.000 mAh 37,0 Wh frei, keine Genehmigung nötig
20.000 mAh 74,0 Wh frei, keine Genehmigung nötig
25.000 mAh 90 bis 92,5 Wh frei, aber nah an der Grenze
26.800 mAh 99,2 Wh frei, sehr knapp
27.027 mAh 100,0 Wh exakt die Grenze
30.000 mAh 111,0 Wh nur mit Zustimmung des Betreibers
ab ca. 43.250 mAh über 160 Wh nicht zulässig
50.000 mAh 185,0 Wh nicht zulässig

Die Wh-Spalte ist durchgehend nach eigener Rechnung, entsprechend der Anker-Formel; die Verdikt-Spalte gibt die vom Luftfahrt-Bundesamt genannten Schwellen wieder. Die 50.000-mAh-Zeile ist eine reine Grenzwert-Illustration: Sie rechnet 50.000 mAh × 3,7 V ÷ 1000 durch, nicht mehr.

Die 90-Wh-Klasse ist der interessante Fall

Powerbanks für Notebooks liegen fast alle knapp unter 100 Wh, und das ist kein Zufall. Die Hersteller bauen bis an die Grenze und keinen Millimeter darüber.

Die Anker mit 165 W und 25.000 mAh Anker Laptop Powerbank 25.000 mAh, 165 W gibt in ihren Produktangaben auf amazon.de 90 Wh an und weist dort ausdrücklich darauf hin, dass sie ins Handgepäck gehört. Genau so soll eine Angabe aussehen: die Wh-Zahl steht da, du musst nichts schätzen.

Das UGREEN Nexode mit 25.000 mAh und 145 W nennt für dieselbe Klasse 90 Wh typische Kapazität, wie oben beschrieben. Wenn du am Schalter diskutieren musst, zählt die aufgedruckte Zahl.

Beide bleiben unter 100 Wh und damit im genehmigungsfreien Bereich. Ob du sie an Bord auch benutzen darfst, ist eine andere Frage, und die hängt an deiner Fluggesellschaft.

7

Unterm Strich

Der Aufdruck schlägt die Rechnung, die Rechnung schlägt das Bauchgefühl, und eine Messung schlägt beide. Genau das ist gemeint, wenn du Powerbank-mAh in Wh umrechnest: eine nachprüfbare Zahl statt eines Bauchgefühls. Steht auf deiner Powerbank eine Wh-Zahl, nimm die. Wenn nicht, multiplizierst du die mAh mit 3,7 und teilst durch 1000. Von dem Ergebnis ziehst du gedanklich gut zehn Prozent ab, dann bist du in der Nähe dessen, was am Kabel ankommt.

Bleibst du unter 27.000 mAh, ist die Sache am Flughafen erledigt, bevor sie anfängt. Darüber wird es eine Frage der Genehmigung, und dann lohnt sich der Blick in die Airline-Tabelle mit den Prüfdaten.

Alle Produkte aus diesem Beitrag

Im Text erwähnte Produkte sind markiert; die übrigen sind Alternativen aus derselben Kategorie.

Affiliate-Hinweis: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Produktpreise und Verfügbarkeit können sich ändern.

8

Häufig gestellte Fragen

Ist mAh dasselbe wie Wh?

Nein. mAh (Milliamperestunden) ist eine Ladungsangabe, Wh (Wattstunden) eine Energieangabe, und nur Letzteres lässt sich zwischen Geräten vergleichen, weil die Spannung schon eingerechnet ist. Watt ist eine dritte Größe: die Ladeleistung, zum Beispiel 45 W, nicht der Energieinhalt. Die mAh-Zahl auf der Packung sagt dir weder, wie viel Wh drinstecken, noch wie schnell geladen wird.

Wie viel Wh haben 20000 mAh?

74 Wh, gerechnet mit der Zellspannung von 3,7 V nach der Formel Wh = (V × mAh) ÷ 1000. Das ist selbst gerechnet, keine Messung. Was tatsächlich am Kabel ankommt, ist weniger: heise hat bei einer mit 74 Wh angegebenen Anker Zolo 20k 66,32 Wh nutzbare Energie gemessen. Die Effizienz beziffert heise selbst mit 89 Prozent. Steht auf deinem Gerät eine eigene Wh-Angabe, gilt die statt der Rechnung.

Wie viel Wh haben 10000 mAh?

37 Wh bei 3,7 V, ebenfalls eigene Berechnung, mit derselben Formel. Nutzbar kommt weniger heraus: Stiftung Warentest hat am 07.01.2026 in dieser Klasse zwischen 28,5 und 35,8 Wh gemessen. Für den Flug ist die Klasse in jedem Fall unkritisch, weil sie mit großem Abstand unter der 100-Wh-Schwelle des Luftfahrt-Bundesamts bleibt.

Warum rechnet man mit 3,7 V und nicht mit den 5 V vom USB-Port?

Weil sich die Kapazitätsangabe auf die Zellen bezieht und nicht auf den Ausgang. Die nominale Spannung von Lithium-Ionen-Zellen liegt laut Battery University bei 3,6 V, manche Hersteller geben 3,7 V an. Die 5 V entstehen erst hinter dem Wandler. Rechnest du mit 5 V, liegt dein Ergebnis rund 35 Prozent zu hoch, und eine legale Powerbank sieht plötzlich genehmigungspflichtig aus.

Wie viele Handyladungen schafft eine Powerbank mit 20.000 mAh?

Rund 3,5, wenn du mit den 66,32 Wh rechnest, die heise am 16.01.2026 gemessen hat, und mit den 18,94 Wh des zertifizierten Galaxy-S26-Ultra-Akkus laut notebookcheck. Das ist rechnerisch ermittelt und eine Obergrenze: Die Ladeelektronik im Telefon verliert zusätzlich Energie, und dafür gibt es keine veröffentlichte Messung.

Ab wie viel mAh wird eine Powerbank im Flugzeug zum Problem?

Ab rund 27.027 mAh, denn dort liegt bei 3,7 V die 100-Wh-Schwelle des Luftfahrt-Bundesamts. Zwischen 100 und 160 Wh brauchst du die Zustimmung der Fluggesellschaft und darfst höchstens zwei Ersatzakkus mitnehmen. Über 160 Wh ist die Mitnahme nicht zulässig. Maßgeblich ist immer die Wh-Zahl, nie die mAh-Zahl.

Was ist der Unterschied zwischen Nennkapazität und nutzbarer Energie?

Die Nennkapazität ist die Herstellerangabe für den Energieinhalt der Zellen, meist in mAh und oft zusätzlich in Wh. Die nutzbare Energie ist das, was nach der Spannungswandlung und dem Eigenverbrauch der Elektronik am Ausgang ankommt. heise hat dafür 89 Prozent als bislang besten Wert gemessen, Stiftung Warentest zeigt am 07.01.2026 eine breite Streuung.

Quellen

  1. nextpit nextpit.de
  2. Anker anker.com
  3. Battery University batteryuniversity.com
  4. techtest.org techtest.org
  5. heise online heise.de
  6. Stiftung Warentest test.de
  7. notebookcheck.com notebookcheck.com
  8. Luftfahrt-Bundesamt lba.de

Ähnliche Beiträge